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14.03.26

Kolumne Nr. 33: Warum Eselsohren ein Buch lebendig machen

 

 Kolumne

[KolumneWarum ein zerknicktes Blatt mehr erzählt als ein makelloses Cover

 Für fast jeden Bookaholiker das schlimmste Tier – und nein, diesmal rede ich nicht von den echten Bücherwürmern. Es geht um die grauen, vierhufigen Tiere mit den langen Ohren: die Eselsohren.

Warum heißen sie so? Ganz einfach: Weil die Knicke in einem Buchblatt an das Ohr eines Esels erinnern. Im Englischen heißt das übrigens „dog ear“. Interessanter Fakt: Das erste dokumentierte Eselsohr gab es bereits im 17. Jahrhundert – aber das ist eine andere Geschichte.

Eselsohren sind verschrien, verpönt, geächtet. Trotzdem gehören sie für mich einfach dazu. Ein Buch mit einem Eselsohr ist für mich ein lebendiges Buch, ein Buch, das gelebt und gelesen wird. Und ehrlich: Auch bei E-Books kann man „Eselsohren“ setzen. Warum also sollte das gedruckte Buch keine kleinen Knicke haben dürfen?

Bei mir dürfen die Ohren den grauen Huftieren bleiben. Meine Bücher leben mit mir – und durch mich.

mit lieben Grüßen 

Anja 


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