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07.04.26

(Mitmach-Aktion) - Zwischen Flucht und Erkenntnis

 Jede Woche stellt mamenu auf ihren Blog einen neuen Lückentext vor – mal witzig, mal spannend. Alles was man dafür tun muss, ist nur die freien Stellen mit deinen eigenen Ideen füllen und schon entsteht deine ganz persönliche Kurzgeschichte.

So funktioniert es:
  1. Lies den Lückentext der Woche.

  2. Fülle die Lücken spontan oder überlegt – alles ist erlaubt.

  3. Teile deine Version:

  4. direkt als Kommentar unter dem Blogpost oder auf deinem eigenen Blog


Zwischen Flucht und Erkenntnis

 Ich stand im weiten Rapsfeld und spürte, wie mein Herz schneller schlug als sonst.
Meine Füße waren noch staubig von der Barfußwanderung, die ich vor wenigen Minuten am Feld entlanggelaufen war.
Eigentlich wollte ich nur in die Natur, ein klares Entspannen von der anstrengenden Arbeit im Einzelhandel vor Augen, doch alles kam anders.
Das Naturbaden von dem, was ich geplant hatte, trat ein, und ich fand mich plötzlich in einem seltsamen leichten Gefühlswelt wieder.
Es fühlte sich fast wie eine Urlaubsauszeit an, obwohl ich gar nicht wusste, wovor ich eigentlich davonlief.
Seit Tagen  in der Obstabteilung mit Erdbeeren für nur 0,99 Cent hatte ich solche Momente nicht mehr erlebt, und doch fühlte sich alles vertraut an.
In den letzten Minuten hier im Rapsfeld hatte sich etwas in mir verändert, auch wenn ich es nicht sofort benennen konnte.
Vielleicht lag es an der Situation, nicht abschalten zu können, die ich früher am Abend besucht hatte.
Dort, auf dem  Rapsfeld in der Nähe des alten Gebäudes, wo man die Ernte lagerte, hatte alles begonnen.
Ein kurzer Blick, ein Innehalten, und tief einatmen und es war nichts mehr wie zuvor.
Ich dachte, ich hätte das mit dem Stress und der nörgelnden Kundschaft im Griff, doch die Situation entglitt mir schneller, als ich reagieren konnte.
Mit jedem Atemzug und innehalten wurde mir klarer, dass ich mich nicht länger die Kundschaft ertragen konnte.
Die Erkenntnis traf mich schließlich wie ein Blitz, als ich am nächsten Morgen wieder im Laden stand.
Manchmal führt uns genau das, wovor wir fliehen, direkt zu dem Ort, an dem wir sein müssen. Denn schließlich muss man ja Geld verdienen. Aber ein Rapsfeld hilft immer zur Entspannung.


4 Kommentare:

  1. Liebe Anja,

    eine wirklich tolle Geschichte. So ganz anders als meine. Viel leichter, schon fast Hoffnungsvoll. Schön geschrieben... 😉

    Liebe Grüsse und ein tolles Wochenende
    Alexandra

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    1. Danke, Alexandra
      es ist fast ein "Erfahrungsbericht". Am Samstag war die Hölle los m KL, denn die Erdbeeren haben wirklich nur 0,99 cent gekostet. Da ist man froh, man kann in der Natur abschalten :-)

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  2. Hallo Anja
    komme nun endlich dazu zu schauen bei Dir.Sehr schön heute gab es keine Geschichte und die nächsten 14 Tage wird sie auch leider ausfallen.Da ich Privat sehr vie um die Ohren habe.Ich hoffe danach bist du wieder dabei.
    Liebe Grüße
    Manuela

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    1. Liebe Manuela,
      alles gut, lass Dir Zeit. Klar bin ich wieder dabei :-) Manchmal kommt eben das Leben dazwischen :-)

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