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15.06.26

Kolumne Nr. 36: Ist True Crime voyeuristisch?

 Kolumne

[Kolumne Was faziniert uns an True Crime / Wahre Verbrechen

True Crime ist überall. Podcasts, Hörbücher, Bücher, Filme, Serien – das Genre boomt seit Jahren. Viele Menschen konsumieren diese Inhalte regelmäßig. Ich selbst höre zum Beispiel gern True-Crime-Hörbücher. Doch dabei stellt sich eine unbequeme, aber wichtige Frage: Ist True Crime voyeuristisch?

Meine Antwort lautet: Ja – zumindest teilweise.

Beim Lesen, Hören oder Schauen werfen wir einen Blick in die dunkelsten Momente fremder Leben. Wir sind fasziniert, wollen jedes Detail kennen, jede Wendung verstehen. Dieser berühmte Blick durchs Schlüsselloch übt seit jeher eine große Anziehungskraft aus. Schon als Kinder kannten wir diese Neugier – man denke nur an den heimlichen Blick durchs Schlüsselloch an Weihnachten. Auch wenn hier keine sexuelle Lust im Spiel ist, bleibt das Prinzip ähnlich: beobachten, ohne selbst betroffen zu sein.

Grundsätzlich ist daran nichts Verwerfliches. Durch Beobachtung lernen wir. Auch wenn es makaber klingt, beginnt unser Kopf sofort zu arbeiten:
Wie hätte ich mich in dieser Situation verhalten – als Opfer, als Täter, als Beteiligter?
Wir wollen verstehen, wie ein Mensch zum Täter wird. Dazu kommen Neugier, Nervenkitzel und Spannung.

Gleichzeitig erleben wir zwei widersprüchliche Gefühle: Unglauben und Erleichterung. Unglauben darüber, dass solche Taten oft ganz nah passieren – vielleicht im eigenen Umfeld. Erleichterung darüber, selbst nicht betroffen zu sein. In diesem Spannungsfeld bewegt sich True Crime.

Ja, True Crime hat voyeuristische Züge. Und das ist so lange in Ordnung, wie niemand dadurch geschädigt wird. Ähnlich wie bei Gaffern auf der Autobahn gibt es jedoch eine Grenze – und die sollte nicht überschritten werden.

Denn eines dürfen wir nie vergessen: Hinter jedem Podcast, jedem Buch und jeder Serie stehen echte Menschen. Opfer, Angehörige, Familien – Menschen, deren Leben für immer verändert wurde. Diese Geschichten sollten uns nicht nur unterhalten, sondern auch daran erinnern, warum solche Taten niemals passieren dürften.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Unser Gehirn liebt Rätsel. Es will Zusammenhänge erkennen, Motive verstehen, Lücken schließen. True Crime bietet genau das – eine simulierte Gefahr ohne eigenes Risiko. Spannung, Adrenalin und Emotionen entstehen sicher vom Sofa aus. Unsere Faszination dafür ist zutiefst menschlich.

Problematisch wird es allerdings dann, wenn Täter als charismatisch, faszinierend oder gar bewundernswert dargestellt werden. In solchen Momenten gerät schnell in Vergessenheit, dass es sich um reale Gewalttaten handelt – und um reales Leid.

True Crime kann unterhalten, informieren und zum Nachdenken anregen. Entscheidend ist, wie wir es konsumieren: reflektiert, respektvoll und mit dem Bewusstsein, dass es hier nicht nur um Geschichten geht – sondern um echte Leben.

True Crime zeigt, was uns fasziniert – und was wir nie selbst erleben wollen.

mit lieben Grüßen 

Anja

 


meine Woche 24/26

 

08.06.2026 bis 14.06.2026 -- was war los in dieser Woche?

 

Getroffen:  Wiener, charmante Wiener 😊, jede Menge Wachsfiguren

Gewesen:   in Wien, auf dem Prater, in Wachsfigurenkabinett

Gemacht:  Blumen gegossen, Hausarbeit, Hühnerställe gemistet, ständig Barfuß laufen,

Gehäkelt: angefangen Petunien Blumen, in Planung Gänseblümchen und Löwenzahn

Gehört:  die vielen Leute bi der Schloßbesichtigung Schönbrunn – Massen

Gesucht:  etwas Ruhe beim Massentourismus

Gelesen:   Was zum Tode führt von Nicole Eick

Gesehen:  so viel: Schloss Schönbrunn, den Garten, Schlossgarten Belvedere, den Prater, die Stadt Wien, den Naschmarkt, charmante Wiener,

 im Fernsehen: Bauer sucht Frau international XY Spuren des Verbrechens, King of Queen

Geschrieben: verschieden Postkarten von Wien, die allerdings ankommen, wenn ch schon daheim bin :-D

Gegessen:  nichts typisch wienerisches, Ofenkartoffel, Käsespätzle, Frühstück reichlich, Fischbrötchen (daheim)

Genascht:   Käse auf dem Naschmarkt, Sachertorte (keine originale in Café Sacher), Maiskräcker mit Geschmack, Eis

Getrunken:   Wasser, Kaffee, Gin Fizz, Bowle, Tee

Gekauft 6 Postkarten, zwei für mich als Andenken, jede Menge Toilettenzettel (auf den Rastplätzen), Eintrittskarten

Gelitten:  unter dem Splitter im Fußballen (Selber Schuld, wenn man Barfuß läuft)

Gefühlt:  
   Negativ:  etwas unausgeschlafen (sehe Fazit)

  positiv  freudig

Gelacht:   naja, halb

Geweint:  ----

Geschlafen:  daheim wieder besser

Geträumt: -----------

Genossen:  die Zeit in Wien

Gefreut:   über die Einladung der Wienerin zum Kuchen (mehr im Fazit)

Geärgert:  etwas über die Bekannte, die so viel genörgelt hat (auch im Fazit)

Gedacht:  was nehme ich alles mit nach Wien? Wie wird das Wetter dort?

Gefragt:   -------------

Geplant jetzt n der neuen Woche (da ja ausnahmsweise der Wochenrückblick Montag erscheint): den Kaktusgarten abzuräumen von der Deko, evtl. Lavendel umsetzten

 FAZIT:  So jetzt kommen wir zum Fazit. Es wird auf jeden Fall ein kleiner Kurzbericht über den Besuch nach Wien.

 Die Woche vor der Wienreise wir schon etwas turbulent mit Packen, nichts vergessen etc. Auch Haushaltsmäßig wollte ich alles erledigt haben (Blumen gießen und aufräumen). Dann ging es ja nach Wien, wo wir hin ca. 9,5 Stunden brauchten.

In Wien war es nicht ganz so tolles Wetter teilweise, aber das störte mich persönlich nicht.

Ich werde aber noch einen extra Post schreiben über meine Reise nach Wien. Her jetzt alles zu schreiben, das wird zu viel. Zumal ich richtig schöne Erlebnisse dort hatte, die andere nicht hatten!

Aber das erst am Mittwoch, so lange müsst Ihr Euch noch gedulden, denn morgen ist ja erst mal Mittmach Aktion :-) 

 

 


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