Ich lese gerade

Mario Worms - Der Feuerteufel von Eggersdorf
Markus Richter Ins Herz

23.08.14

König des Grauens



Stellt Euch mal vor, Ihr habt ein altes Auto und das macht sich plötzlich selbstständig. Das Radio springt dauernd an und spielt denselben Song. Oder Euer geliebtes Tier, das jedoch verstorben  ist, steht plötzlich wieder vor Eurer Tür. Hat Euch im Keller auch schon mal ein böser Clown aufgelauert oder sich ein Gemälde an der Wand stets verändert? Und sie sieht es mit dem Sommer aus, wo Ihr als Kind jemand gebeten habt, bei einen zu bleiben?
Ich glaub, Ihr wisst, worauf ich anspiele. Die Nebel lösen sich auf, oder? Ja genau, die Rede ist von 


Stephen King.




 






Vorgestern war auf VOX um 20:15 eine 2 Std. Dokumentation von dem King of Horror. Thomas Gottschalk präsentierte das Leben von dem Schriftsteller. Im Anschluss kam der Film „Mysery“. Diese Doku fand ich sehr interessant. Prominente wie Peter Kloeppel und bekannte Schriftsteller, u. a. Frank Schätzing und Sebastian Fitzek aber auch seine Frau Tabitha und sein guter Freund Steward O’Nan kamen zu Wort.
Stephan King’s Karriere begann vor 40 Jahren mit seinen Romandebüt Carrie. Das Manuskript landete ursprünglich im Müll. Doch  diese Geschichte wurde wider Erwartung ein internationaler Verkaufsschlager.
Seine Bücher wurden sogar zum Teil verfilmt. Bekannt sind u. A. Shinning, Friedhof der Kuscheltiere und under the Dome. Stephen hatte sogar dort einige Auftritte. So war er bei „Friedhof der Kuscheltiere“ der Pfarrer oder bei Shinning der Dirigent der toten Band.  Aber der Schriftsteller war mit Jack Nicholson als Darsteller von  Jack Torrance  unzufrieden, da dieser den Mann von Anfang an als bösartig zu seiner Frau darstellte und nicht so liebevoll wie im Buch.
Doch Stanley Kubrick kam mit diesem Film bzw. mit einer Szene darin ins Guinness Buch der Rekorde. Für die Axtszene hat er 127 Aufnahmen gebraucht, um das er zufrieden mit der Einstellung war. Bei dieser Aufnahme hat sogar die Partnerin von Jack Nicholson  Shelley Duvall die die Rolle der Wendy spielt bekam es mit der Angst zu tun, so gut spielte der Schauspieler seine Rolle.
Mehr über den Film hier bei Wikipedia.

Und dann war ja noch das berühmte Zimmer Nr. 217. Nach dem Film „Shinning“ hatte jeder Angst vor dieser Zimmernummer, Später dann vor der Nummer 237.
Wer darüber mehr wissen möchte, schaut mal hier nach Zimmer 217
Übrigens soll es im Overlook Hotel wirklich spuken. Außerdem läuft im Zimmer 217 in einer Endlosschleife auf Kanal 42 der Film "Shining"
hier die übersetzte Seite auf Wikipedia Overlook Hotel.
 (Quelle Wikipedia)

Stephen King hat in seinem Buch auch seine Kindheit wiedergegeben. Z. B. im Film „Stand by me“. „“Egal ob man einen Film oder ein Buch liest, man nimmt auch ein bisschen an persönlichen Eben Teil““ so Gottschalk in seiner Dokumentation über den Schriftsteller. Im Film „Stand by me“ verarbeitet Stephen King den Tod seines Besten Freundes, als er 4 Jahre war. Der Freund wurde von einem Güterzug überfahren.
Übrigens spielen seine Geschichten hauptsächlich in Maine, einem 33000 Einwohner Bundesstaat. „“Weil ich mich dort am besten auskenne. Warum soll ich irgendwo anders die Geschichten spielen lassen, wo ich mich nicht auskenne““ So Stephen King.
Und dabei benutzt er geschickt ausgesetzte Schockeffekte in einer scheinbar normalen Welt und normalen Alltagssituationen. Das Böse kommt plötzlich ohne Vorwarnung. Wie sagt Thomas Gottschalk in der Doku: „ Er schafft es, das s man sich nicht mehr wohlfühlt in seinen eigenen Haus und seiner Haut.““ Vieles überlässt der Schriftsteller der eigenen Phantasie. Er schafft es, dass man den Horror im eigenen Kopf kreiert.
Stephen King ist schon fast süchtig nach dem Schreiben. Er schreibt jeden Tag 2000 Wörter. So viel wie kein anderer Autor. Er kriegt es hin, dass der Leser sich  mit seiner Welt identifiziert. Wie Sebastian Fitzek sagt:“ Vertraute Situationen, wo Alpträume vor kommen, die wir alle irgendwie haben.“
In einen Interview von 1984 erzählte er mal von seinen Ängsten: Er lässt nachts immer Licht im Badezimmer an und etwas die Tür auf. Auf die Frage warum, sagt er, das er nachts nicht im Bad stolpert. Aber der wahre Grund ist ein anderer: Das Licht hält die Monster fern. Wenn es hell genug ist, kommen die Monster nicht heraus.
Doch 1990 kam das Monster in Form von einem Mann, der in sein Haus eindrang und seine Frau Tabitha bedrohte. Daher lebt der King of Horror sehr zurückgezogen.

Stephen King ist ein ganz normaler Mensch- Er liebt Baseball und spielt sogar in einer Band mit. In den 70/80 Jahren allerdings veränderte er sich und wurde drogenabhängig und zum Alkoholiker. Er schreibt in seiner Sucht den Roman „Cujo“ und weiß absolut nichts mehr davon. Das Buch über den Schriftsteller „Jack Torres“ beschreibt ihn selber und die Krankenschwester aus Mystery sind die Fesseln seiner Sucht. In der Zeit von 1984 – 1987 schreibt er sage und schreibe 12 Romane!
Das nächste grauenvolle Ereignis war am 19. Juni 1999. Bei einem Autounfall – er wird von einen betrunken Fahrer angefahren und schwer verletzt. Sein Bein ist zertrümmert- hilft in das Schreiben aus den dunklen Tief.  Er schreibt per Hand, was für ihn sehr anstrengend ist. Der dabei entstandene Roman „ Dreamcatcher“ beschreibt seine damalige Situation und seine Verzweiflung“ Aber auch mit diesem Gefühlschaos weis Stephen King umzugehen. Er kauft den Unfallwagen und zertrümmert ihn am Jahrestag.
Aber wie kommt da, dass wir so mit seinen Büchern eins sind? Das wir die Angst real spüren beim Lesen oder den Filmen? Ein Angstarzt hat bei der Doku von Thomas Gottschalk gesagt: Es ist das berühmte Achterbahnsyndrom (man denkt man fliegt aus der nächsten Kurve heraus (primitive Angst) aber man weiß, das alles TÜV geprüft ist und eigentlich nichts passieren kann). Die primitive Angst ist stärker als die Vernunft. Bei seinen Büchern oder Filmen kann das Hirn von Fiktion und Wahrheit nicht unterscheiden.
40 Jahre Carrie – Stephen King ist ein großartiger Schriftsteller, der weiß, wie man seine Leser in eine Welt entführt, voller realen Ängste und Alpträume. 15 Bestseller hat er nach seinen Unfall geschrieben. Am Set bei den Dreharbeiten ist er seit Shining oft dabei und besteht sogar auf Mitspracherecht. Im Herbst dieses Jahres gibt es sogar schon wieder einen neuen Roman von dem King of Horror.


(alle Zitate oder Aussagen sind von der Dokumentation auf VOX entnommen und deren Mitwirkenden. Falls dieses nicht gewünscht ist, bitte kurz Bescheid geben und ich ändere dieses. Danke)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen