Ich lese gerade

Renate Eckert - Brunnenkind

25.04.17

Über die Kunst und das Vergnügen, jung zu bleiben

Ein kurzer Auszug vom Buch "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt"
Jens Christan Brahm. Über die Kunst und das Vergnügen, jung zu bleiben!!
Nagele dir das uralte Motto "Nulla dies sine linea" übers Bett: Lass keinen Tag vorübergehen, ohne etwas zu lesen oder zu schreiben - oder auch zu malen, denn "linea", das kann auch der Pinselstrich sein, den ein Maler zieht. Dieses "Nulla dies sine linea" ist das eigentliche Geheimnis aller kreativen Köpfe, die auch mit hundert noch etwas zu sagen haben.
Vergiss alle Investmentfonds. Die besten Wertpapiere sind immer noch Bücher. Oder gibt es eine bessere Art, Geld anzulegen? Das ist auch der Grund, warum Bücher die wohl beste Altersversorgung sind - was nützt einem alles Sparen, wenn einem, sobald man in Rente geht, ganz furchtbar langweilig wird?
Bücher kann man- im Gegensatz zu Geld - nie genug haben. Geld hat man dann genug, wenn man sich keine Sorgen mehr darum zu machen braucht. Alles, was darüber hinausgeht, ist völlig überflüssig und kann anderen Zwecken zugeführt werden.
Kaufe Bücher immer auf Vorrat - man sollte stets genügend Ungelesenes zu Hause haben, für den nicht ganz unwahrscheinlichen Fall, dass man nicht aus dem Hause kommt. Mit genügend Büchern kann einem auch das schlechteste Wetter nichts anhaben - im Gegenteil. Mit einem guten Buch ist ein richtig schön verregnetes Wochenende eine gute Gabe Gottes.
Schreib in jedes Buch vorne mit Bleistift, wo du es erworben hast und wann du es gelesen hast. Mach dir Notizen. Schreib auf, was dich berührt – und mach daraus dein ganz eigenes ganz persönliches Buch
Nimm, wohin du auch gehst, etwas zu lesen mit. Dann lässt sich selbst, wenn du auf der Post Schlange stehst die Zeit noch aufs Angenehmste verbringen. Außerdem ärgert sich der, der etwas zu lesen dabei hat, nicht mehr darüber, dass die andere Schlange schneller vorankommt. Das tun Schlangen nämlich immer, Man steht grundsätzlich in der falschen
Überhaut sind Bücher das Beste Beruhigungsmittel. Schon allein weil sie keine schädlichen Nebenwirkungen haben. Außer der vielleicht, dass man die Zeit vergisst.
Lies gegen den Storm. Zuweilen kann man zwar auch Bücher lesen, die der eine oder andere Literaurpapst empfiehlt. Aber n der Regel ist eher da, was die Leute verreißen, interessant. Lass dich bei dem, was du liest, nicht von Bestsellerlisten, sondern nur von deinen Gefühlen leiten
Verlass dich, wenn du ein Buch kauft, nicht auf den Klappentext, denn Klappentexte werden in der Regel von Leuten geschrieben, die wirklich etwas vom Schreiben vefstehen. Lies ganz einfach die ersten drei Seiten. Dann weist du genug
Misstraue Leuten, die keine Bücher besitzen. Aber traue auch Leuten nicht, die behaupten, dass sie alles querbeet lesen, alles, was sie in die Finger bekommen. Meist ist das Letzte was sie gelesen haben, die Zeit nicht wert gewesen. Traue keinen Autor der mehr schreibt, als er liest, ebenso wenig wie einen Menschen, der mehr redet, als der zuhört.

Schlafe nie mit Sorgen ein und gehe nie ohne ein Buch zu Bett. Mit einem wirklich guten, selstverständlich. Denn es gibt Bücher, die sind so etwas wie literarische One night stands. Damit lässt sich eine höchst spannende schlaflose Nacht verbringen, aber beim Frühstück wie man schon nicht mehr, was man sagen soll.
Zugute Letzt: Lass deine Kinder nicht ohne Bücher aufwachsen. Aber lies nicht nur den Kindern Geschichten vor, sondern auch dem Menschen, mit dem du dein Leben verbringst, denn das ist, scheint mir, das Geheimnis ewiger Liebe. Und Liebe – das ist da, was uns letztlich jung erhält.

Kommentare:

  1. Guten morgen Anja,,,Schöne Auszüge zum Morgenkaffee,,,,
    Danke. Ich wünsch Dir einen angenehmen Tag,,,,
    Angela

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    1. Hallo Angela,
      ja, stimmt, irgendwie stimmen die Tipps mit dem Jung bleiben :-)

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