§ 2 Nr. 5 TMG

Folgende (eingefügte) Links in Beiträgen und Post kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung. Sie führen zu Autoren bzw. Verlagsseiten oder anderen Blogs. Diese Links sind ohne Bezahlung. Auch Die Rezensionsexemplare sind ohne Auftrag und Bezahlug und geben nur meine eigene Meinung wieder. Außerdem ist dieser Blog privat geführt.




Ich lese gerade

Hannah Kent - Das Seelenhaus

08.11.19

Freitags Füller #143

Freitagsfüller
1.  Heutzutage kann man  kann man  oft nicht unbeschwert und mit Angst abends / nachts draußen sein. Je nachdem wo man ist.
2. Mein altes S4 funktioniert nicht mehr richtig und deswegen gibt es evtl heute ein neues Handy :-( .
3.  Whats App  ist mir inzwischen wictig geworden, kann aber auch manchmal ohne sein.
4.  Früher wollte ich es immer lernen: Ballett.
5.  Mein Adventskranz   ist noch im Schrank,. Mal sehen, ob ich überhaupt Platz dafür finde.
6.  Wann hatte ich das letzte mal das ganze Wohlfühlprogramm?
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf nichts besonderes , morgen habe ich geplant, mich auf der Arbeit nachmittags nicht streßen zu lassen  und Sonntag möchte ich evtl zum Weihnachtsmarkt nach Ebern auf dem Schloß!



03.11.19

Porträt - Die Märlierzählerin Antoinette



Copyright ©2019 Iris Irian
Viele lieben sie – die Märchen. Und eine kann sie gut erzählen Iris Antoinette.
Ich habe sie auf der Frankfurter Buchmesse kennen lernen dürfen und wir haben uns gleich sehr gut verstanden. Sie hat eine Art, die muss man einfach mögen.
 über ihren Stand? Ich fang mit letzteres an.
Aber was war den nun auf der Frankfurter Buchmesse und worum ging es bei ihr an ihrem Stand? Naklar um Märchen, Märli wie sie als Schweizerin sagt. Soll ich jetzt erst über Antoinette erzählen oder erst über den Stand? Ich fang mit letzterem an :-)
Im Anhang findet ihr dann die Märlis - gesprochen von Antoinette.

Auf der FBM ist mir ein Stand aufgefallen, wo ein großes Buch aufgeschlagen lag. Darin konnten die Besucher gegen eine Spende ihren Beitrag leisten und ihre eigene Geschichte verewigen, so dass es zu einem gemeinsamen Märlibuch kam. Drei Stück sind somit entstanden! Die Besucher hatten jedenfalls viel Spaß am Mitwirken und es sind richtig gute Einträge zusammengekommen. Auch ich habe da meinen Satz reingeschrieben, aber leider war meine Phantasie gerade da woanders 😊.
 Zweck dieser Aktion. Diese drei Märlibücher wurden am Ende der Buchmesse versteigert für LitCam, der Erlös fließt an „Bücher sagen Willkommen“. 220 Menschen haben an dieser Auktion dran teilgenommen. Ich sag nur Chapeau!!

 

    
Aber wer ist nun die Autorin, die Märchenerzählerin selber? Jahrgang 1964 lebt seit über 10 Jahren in der Schweiz.
Wenn man die Biographie von  Antoinette liest, ist man schon beeindruckt: Betreuung EFZ, Lerntherapeutin, Gesundheitsprävention, Entspannungscoaching und als freiberufliche Autorin, Märchenerzählerin und Sprecherin.
 Sagt schon einiges aus, aber mir geht es dabei um die „Person“ selber. Und da werde ich nun berichten. Antoinette ist erfrischend, herzlich, voller Energie. Sie ist mitreißend. Nicht umsonst sind drei Märlibücher entstanden!
Und sie kann sehr gut Märlis erzählen!! Ich bin in den Genuss gekommen!! In meinen Bericht von der FBM habe ich ja geschrieben, dass ich mal die andere Seite kennenlernen durfte, die Seite vom Stand aus und nicht davor. Und dafür habe ich mein eigenes kurzes Märli bekommen. Ganz lieben Dank, Antoinette. Du hast da richtig meinen Nerv getroffen!!
Wenn man die gesprochenen Märlis von Antoinette hört, ist man verzaubert. Die Stimme und der Erzählstil lässt einen versinken in dem Märchen. Man merkt bei ihr, dass sie da mit dem Herzen bei ist.
Nach regen WhatsApp kontakt kam dann eines Tages wieder ein Märchen an. Es geht dabei um das Herz aus Licht und das Herz aus Regenbogen. Drei Teile hat es auf WhatsApp. Als ich den ersten Teil angehört habe, ich gestehe, sind mir doch ein wenig die Tränen im Auge gestanden und ich fragte die Antoinette, woher kennst du mich so genau?
Antoinette trifft mit ihren Märlis immer ins Schwarze, sie sind immer passend. Und gerade die persönlichen, die individuell direkt auf die Person zugeschnitten sind, passen voll. Die Märchenerzählerin hat dafür ein wirkliches Talent.
Aber nicht nur personalisierte gesprochene Märlis hat Antoniette in ihrem Sortiment. Nein vieles mehr.

Da gibt es die Büchertierchen, ein  Lese-, Lagerungs- und Stützkissen. Meditationskarten Set, CD‘s, Übungen für einen vitalen Körper. Sowie Märchen für Groß und Klein. Aber auch Holz Anhänger, -schmeichler, -herzen, Duftkissen, Memories und vieles mehr.
Und eben die personalisierten Märlis. 
All die Sachen von Antoinette sind Unikate! Es gibt hier wirklich nur eines pro Sorte mit dem Motiv. Das finde ich übrigens sehr schön und macht diese Sachen zu echt was besonderem!
Tonträger auf Karte Individuelle und einzigartig gesprochene Märchen von A. Lüthke
 Gerade die Postkarten oder auch die Meditationskarten finde ich sehr schön. Das „Herz im Wasser“ habe ich mir zum mitgenommen um zu verschenken. Den Elefanten, der bleibt bei mir und wird mir bestimmt Kraft geben.
 
Copyright ©2019 Iris Irian


Mein Fazit von der Begegnung mit Antoinette – belebend, sehr schön und einfach toll. Und auch die Märlis kann ich sehr empfehlen, für sich selber oder als tolles Geschenk, das nicht alltäglich ist.
Und zum Schluß noch die Kissen :-)


Diese Kissen zum Wärmen aus Hirse, Trauben und Kirschkernen.

Die  Flügeli Ole und Olinchen für den Nacken. Diese kann man in der Microwelle wärmen und in der Gegriertruhe kühlen ( Bio Hirse , Dinkel) kühlen und Traubenkerne kühlen und wärmen.

Max und Maximchen sind die beiden wärmenden Herzkissen.

Ach übrigens, bald ist Weihnachten!!!!
Und die Märlis eignen sich prima zum Wichteln oder für Nikolaus!! Zugreifen lohnt sich!!

DIe Doofnasen Family ~ Weltuntergang


Weltuntergang

Elfriede: „Himmel und Hölle, ich glaube die Welt geht unter!“
Obi: „Rette sich wer kann! Ich hebe ja schon beim bloßen Rumstehen ab, meine Fußfedern wirken wie ein Gleitschirm! Und die Erde bebt!“
Ingrid: „Hilfe ein Erdbeben? Wir müssen fliehen!“
Obi: „Ingrid, mein Schatz, hier bin ich! Komm, wir fliehen ins Haus! Außerdem ertrinken wir sonst im Regen!“
Berta: „Aaaalter, beim Erdbeben ins Haus fliehen? Das kann auch nur einem Hahn mit Synapsen-Blockade einfallen!“
Obi: „Mach Du doch was Du willst und werde von der bebenden Erde aufgefressen, wir fliehen ins Haus! Basta! Pfffhh!“
Ingrid: „Warte Obi, ich kann nicht so schnell!“
Emma: „Dass Ihr Euch jetzt noch streiten könnt? Ey Leute, das sieht gar nicht gut aus?“
Mathilda: „Wir sollten Schutz suchen! Der Wind wird immer stärker und das Beben hört gar nicht mehr auf!“
Charly: „Los Ihr Zartbesaiteten, bei drei rennen wir über das freie Feld da hinter die Hausmauer. Da sind wir erst einmal vor dem Sturm sicher!“
Klecki: „Hey, ich trau mich nicht!“
Elfriede: „Dann musst Du wohl oder übel hier verrecken!“
Klecki: „Das ist voll fies von Euch! Wartet doch mal, ich muss erst noch Kacka!“
Mathilda:“ Aaargh, ein Mordanschlag!! Hiiiilfeeee!!“
Elfriede: „Lauf Mathilda! Das war kein Mordanschlag, das war ein herumwirbelnder Ast!“
Berta: „Los Leute lauft um Euer Leben, wir haben´s ja gleich geschafft…!“
Alle: „Aaaaahhhh, Hiiiiilfeeeee, sauuuuuuuss……“

Hinter der Mauer angekommen atmen sie erst einmal tief durch. Die Apokalypse ist ganz nah, man kann es spüren. Wilde Orkanböen schleudern undefinierbare Trümmerteile durch die Gegend, das Grollen wird immer lauter. Der Regen peitscht gegen jeden Gegenstand, der ihm im Weg steht. Tiefe Pfützen bilden sich in Mulden, in Windeseile entstehen Seen, alles scheint zu überfluten. Die Mauer gerät ins Wanken…

Elfriede: „Ich glaube, hier sind wir fürs Erste besser geschützt als da draußen!“
Berta: „Außerdem haben wir hier was Essbares!“
Mathilda: „Meinst Du? Ich weiß ja nicht, es ist so laut!“
Emma: „Ich hab Angst!“
Plötzlich ertönt ein leises, metallisches Kratzen, was immer lauter wird. Die Gruppe erstarrt. Ein feingliedriger Geist erscheint hinter der Mauer. Das Kratzen wird immer lauter, bis er auf einmal laut polternd direkt vor ihre Füße kracht!
Alle: „Aaaaaaargh, kreisch, zu Hiiiilfeeeee, Angrifff, wir werden alle sterben!“
Elfriede: „Looos, da hinten in die Ecke!!“
Charly: „Schneller!!“
Elfriede: „Immerhin er bleibt liegen!“
Emma: „Er bewegt sich nicht mehr!“
Mathilda: „Seht Ihr? Er ist vom Beben erschlagen worden!“
Charly: „Wie soll das denn gehen! Eher vom Beben gefressen. Oder vom Regen ertränkt, oder vom Orkan erschlagen, oder vom Vulkan geröstet, oder….“
Elfriede: „Oahr, ist ja gut jetzt, Charly! Wir haben´s verstanden.“
Klecki: „Ich traue dem Braten nicht! Was sollen wir denn jetzt machen?“
Elfriede: „Ich weiß es, ehrlich gesagt, auch gerade nicht. Immerhin scheint er tot zu sein?“
Mathilda: "Ich muss ein Ei legen!"
Elfriede: "Waaas? Ausgerechnet jetzt? Warte noch, bis der Geist richtig tot ist! Bislang zuckt er nicht mal mehr!"
Klecki: „Ja, er bewegt sich nicht mehr, Gott sein Dank!“
Emma: „Aber man weiß ja nie?!“
Berta: „Am besten wir bewegen uns nicht und warten auf Chrissi…“

Ich komme um die Ecke geschlurft und grinse mir ein zurecht. Langsam öffne ich den Hühnerzaun im Carport und zwinkere den verängstigten Doofnasen verschwörerisch zu. Ich nähere mich mutig dem Geist und packe ihn! Dann stelle ich den gruseligen `Laubrechen´ wieder gegen die Wand.

Fazit: Wenn man mit einem herrlichen Becher Café am Fenster steht, hat man einfach den besten Hühner-TV- Platz bei schlechtem Wetter und kann die sich abspielenden Dramen in der Hühnerwelt aus erster Reihe genießen!

Eine windfreie Woche wünsche ich Euch🌬🐔!
Ich komme um die Ecke geschlurft und grinse mir ein zurecht. Langsam öffne ich den Hühnerzaun im Carport und zwinkere den verängstigten Doofnasen verschwörerisch zu. Ich nähere mich mutig dem Geist und packe ihn! Dann stelle ich den gruseligen `Laubrechen´ wieder gegen die Wand.

Fazit: Wenn man mit einem herrlichen Becher Café am Fenster steht, hat man einfach den besten Hühner-TV- Platz bei schlechtem Wetter und kann die sich abspielenden Dramen in der Hühnerwelt aus erster Reihe genießen!

Eine windfreie Woche wünsche ich Euch🌬🐔!




01.11.19

Freitags Füller #142

Heute ist ja Feiertag bei uns in Bayern. Gestern war in den Ostdeutschen Ländern Feiertag.  Was habt Ihr am 31. Oktober gemacht? Am Reformationstag?


Freitagsfüller
1.    Es gibt Schlimmeres als Samstag bis spät zu Arbeiten .
2.   Nicht mehr viel hab ich für dieses Jahr geplant.
3.   Der erste Schnee kommt hoffentlich dieses mal gescheit, nicht nur so Matschmäßig .
4.    Manchen sind die Feierttage offensichtlich nichts mehr wert.
5.    Meine Lieblingsplätzchen sind die gekauften. ich mache mir nicht die Mühe, großartig zu backen.
6.   Die Handschuhe, müsste ich erst mal suchen. Wo hab ich die nur hingelegt?
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf einen freien Abend , morgen habe ich geplant, mich nicht auf der Arbeit spät stressen zu lassen  und Sonntag möchte ich nicht an kommende Woche und eine weitere Woche Spätdienst denken !



31.10.19

Die Doofnasen Family ~ Halloween



Halloween


Halloween

Der Hühnerbauer Klaus-Uwe zieht sich seine dicke Jacke über und zwängt sich in seine Gummistiefel. „Gell Klaus-Uwe, holst mir zwei schöne Hähne für den morgigen Feiertag?!“ Gudrun, seine Frau, steht in der Küche und bereitet das Abendessen vor. Draußen herrscht ein ungemütliches, düsteres Herbstwetter. Es ist stürmisch und nieselt. Klaus-Uwe schlurft schwerfällig über seinen Hof und steuert seinen Hühnerstall an. Die Hühner erstarren augenblicklich zu Stein vor Angst. Klaus-Uwe zögert nicht lange und greift sich zwei Junghähne. Sie versuchen laut zu schreien, es kommt allerdings nur ein ersticktes Krächzen zum Vorschein. Mit den beiden verlässt er den Stall und geht rüber in seine Scheune. Dort schlägt er beiden den Kopf ab! Er stülpt sie kopfüber in einen Eimer und nach kurzem Zappeln hängt er sie in der Scheune an Fleischerhaken auf. Anschliessend geht er wieder rüber ins Haus.

Die Hühner sitzen mit angsterfüllt, weit aufgerissenen Augen am Fenster ihres Stalls und verfolgen das Szenario. Sehen können sie allerdings nur den Rücken ihres Bauern.
„Schon wieder zwei von uns!“
„Ja, es ist schrecklich!!“
„Warum können wir nicht fliehen?“
„Wir kommen hier nirgends raus!“
„Wir haben es ja auch noch nie probiert?“
Sie diskutieren weiter über das Pro und Contra einer Flucht bis sie zu müde werden.

Am nächsten Tag geht der Züchter rüber in seine Scheune, um die geschlachteten Hähne zu holen. Aber sie sind weg!! Spurlos verschwunden! Genervt geht er zum Haus, wo seine Frau gerade im Begriff ist, die Eingangstür mit Kürbissen und Spinnennetzen zu schmücken. „Das gibt’s doch gar nicht! Die Hähne sind weg! Bestimmt wieder dieser blöde Waschbär!“
„Unverschämtes Viech! Dann müssen wir halt die zwei Hähne von letzter Woche aus der Tiefkühltruhe auftauen!“ Gudrun geht ins Haus, in den Keller zur Tiefkühltruhe. Sie öffnet die Klappe. Vor Schreck erstarrt sie. Auch die eingefrorenen Hähne sind weg! Aufgeregt rennt sie nach oben zu ihrem Mann. „Klaus-Uwe? Hast Du die Hähne schon aus der Tiefkühltruhe rausgeholt?“

Klaus-Uwe antwortet verwundert: „Nein, das wolltest Du doch machen?“ Gudrun stammelt atemlos: „Sie sind weg!“
„Das kann doch gar nicht sein?!“ Ruft er verwundert aus und überzeugt sich mit einem Gang in den Keller selbst davon. Auch er kann sie nirgends finden.
„Dann gehen wir nachher halt Essen!“ ruft Gudrun von oben herunter. In seinen Bart grummelnd stimmt er ihr widerstrebend zu.

Es dämmert. Die Hühner gehen vom Auslauf zurück in ihren Stall, Klaus-Uwe und Gudrun sind fertig, verlassen das Haus um Essen zu gehen. Es wird dunkel. Die Hühner kuscheln sich auf ihre Stangen aneinander um dann einzuschlafen. Plötzlich hören sie ein Scharren außen an der Tür. „Macht aaaaaauuuuf!“ kommt es von draußen mit einer merkwürdig, heiseren Stimme. Keine der Hühner rührt sich. Zögerlich ergreift die Chefhenne das Wort.
„Wer ist da?“
„Na wiiiiir! Eure totgeglaubten Gefääährten...“

Vorsichtig geht die Henne zur Tür und öffnet sie einen Spalt. Ein gellender Schrei durchdringt den Stall, die Tür schwingt auf und herein kommen vier Zombiehähne! Zwei von ihnen sind nackt, mit Eiskristallen übersäht. Die anderen beiden (vom Vortag) sind noch mit Blut verklebt. Alle vier tragen ihre Köpfe unter den Flügeln.

„Haissaaa, Mädels!! It’s Partytime!!“

Die Hennen flattern wild durcheinander, es entsteht augenblicklich ein Riesenchaos. Manche von ihnen rennen raus ins Gehege gegen den Gehegedraht. Sie sind augenblicklich tot. Andere sind mit Herzinfarkt von der Stange gefallen. Wieder andere sind vom obersten Brett auf den Boden geknallt und haben sich sämtliche Gliedmaßen gebrochen. Knochen stehen raus, Blut fließt überall, ein Huhn hat sich den Hals gebrochen, es guckt jetzt nach hinten anstatt nach vorne. Überall fliegen Federn herum, die mit dem Blut verkleben und an den im Todeskampf zuckenden Körpern kleben bleiben. Irgendwann hört auch das letzte Huhn auf zu zappeln. Gespenstige Stille macht sich breit. Der Staub und die herum fliegenden Federn legen sich.

Die vier geköpften Hähne grinsen sich an. „Come on Mädels! Heute ist Halloween! It’s purge-Night! Alles ist erlaubt!!“

Auf einmal bewegt sich das ein oder andere totgeglaubte Huhn. Erst nur mit einer Muskelfaser, dann mit weiteren Gliedmaßen, oder mit dem was noch übrig ist. Mit langsamen, schleppenden Bewegungen kommen sie auf die vier geköpften Hähne zu gewankt.

„Purge-Night?? Geht das auch auf Deutsch? Kerl, ich bin ein deutsches Reichshuhn“, sagt das deutsche Reichshuhn. „Geht mir net anders“, sagt das steirische Huhn. „Ach nee, mio Dio!“ krächzt die Italienerin. Die Ayam Cemani Dame sagt nichts, dreht sich langsam um. Ihre Augen glühen in der Dunkelheit! Alle kommen langsam mit düsteren, feurigen Blicken auf die vier Kopflosen zu getaumelt.

Einer der Kühltruhen Hähne holt eine Musikbox unter seinem Flügel hervor. „Tanzt, bis sich die Balken biegen!!“ Laut ertönt „Thriller“ von Michael Jackson aus der Box. Die Zombie Hühner beginnen zu zucken, dann synchron zu tanzen. Der Tanz wird wilder, es fliegen die Federn, das Blut spritzt, Eier werden geworfen. Draußen vor der Tür liegen sich ein paar Zombiehühner in den Flügel-Armen, schwer angetrunken, im anderen Flügel eine halb geleerte Flasche Eierlikör. „Geile Party!“ „Das kannste laut sagen!“ Selbst die Spinnen, manche mit nur noch 5 oder 4 Beinen, und diverse Miiiilben teils kopflos, alle gluhtrot tanzen wild mit.

Gegen Mitternacht kommen Gudrun und Klaus-Uwe von ihrem Abendessen nach Hause. Merkwürdige Geräusche kommen aus dem Hühnerstall. Klaus-Uwe schließt seiner Frau die Tür auf. „Ich geh nochmal eben rüber zum Hühnerstall und sehe nach dem Rechten!“

Gudrun geht direkt ins Haus und schaltet das Licht an. Auf dem Flur findet sie Federn, die in unregelmäßigen Abständen zur Kellertür verteilt liegen. Misstrauisch öffnet sie die Tür und geht die Kellertreppe herunter. Vor der Kühltruhe liegt ebenfalls eine Feder. Vor Angst starr hält sie die Luft an und öffnet langsam die Kühltruhe! Ein Schrei des Entsetzens durchzieht den Keller. Gudrun fällt rücklings auf den Kellerboden, knallt mit dem Kopf gegen die Regalkante und bricht sich das Genick! In der Kühltruhe liegen die beiden geköpften Hähne vom Vortag! Mit ihren grinsenden Köpfen auf der einen Seite und einer Leeren Flasche Eierlikör auf der anderen Seite in den Flügelarmen!

Klaus-Uwe schlurft langsam rüber zum Hühnerstall und öffnet die Tür. Im Dunklen erkennt er kaum etwas, alles ruhig denkt er sich und schließt die Tür wieder. „Aber woher kamen denn dann die Geräusche?“ murmelt er mehr zu sich selbst während er die Scheune nebenan ansteuert. Er öffnet das Scheunentor und sucht umständlich nach dem Lichtschalter. Im Dunklen noch hört er das Quietschen einer schwingenden Eisenkette. Das Licht geht an. Vor Entsetzen erblickt er die beiden nackten Hähne aus der Tiefkühltruhe: sie hängen kopflos und -über an dem Fleischerhaken, an dem er Tags zuvor die beiden anderen Hähne aufgehängt hatte. Unter dem einen Flügel halten Sie ihre Köpfe und einer hält die Musikbox. Die Köpfe grinsen bösartig und ihre Augen leuchten glutrot. Der Bauer taumelt nach hinten, stolpert über eine Mistgabel und knallt rücklings zu Boden. Der Stil der Mistgabel fällt in hohem Bogen auf den herausstehen Stil der Axt, die der Bauer am Vortag auf den Arbeitstisch neben den Hackklotz gelegt hat. Die Axt wird nach oben in die Luft geschleudert und landet direkt auf der Stirn von Klaus-Uwe, wodurch sein Gesicht gespalten wird.

Eine halbe Stunde später ertönt wieder wilde Partymusik aus dem Stall! Ein Nachbar vom Hühnerbauern kommt herüber und klopft an die Stalltür. Klaus-Uwe und Gudrun öffnen die Tür. Nach dem ersten Schreck über ihr Aussehen lacht er verlegen: „Haha, coole Verkleidung Gudrun und Klaus-Uwe! Feiert ihr hier ne Halloween-Party?“

„Komm reeeeiiiiin, lieber Nachbar! Spontane Partys sind die besten Partys!" Klaus-Uwe tut überfreundlich und lässt ihn an sich vorbei in den Stall herein kommen. Gudrun und Klaus-Bärbel grinsen hinterlistig mit glühenden, roten Augen, sehen sich nach rechts und links draußen um und schließen die Stalltür. Im Hineingehen erkennt man eine lange Machete in Klaus-Uwes Hand auf dem Rücken....

🎶„Cause this is Thriiiiiiller, Thriller night, and no one‘s gonna save you from the beast about to strike....“🎶

Happy Halloween allerseits🎃👻

DSVGO

Mit dem Absenden eines Kommentars bestätigst du, die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen zu haben.

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden.