§ 2 Nr. 5 TMG

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Ich lese gerade

Mahler Leddin, Ute Lächeln ist die beste Art, dem Kreb die Zähne zu zeigen

29.04.19

Krimi und Thriller was ist nun der Unterschied?

Jeder liest sie, oder viele lesen sie: Krimis bzw. Thriller. Spannung pur oder manchmal Spannung weniger. Je nach dem.  Und ist es nicht so, dass Verbrechen uns Menschen schon immer irgendwie faszinieren?
 Aber habt Ihr Euch mal gefragt, was macht eigentlich einen Krimi bzw. einen Thriller aus.
Und dann sind ja noch die Psychotriller....
Jedes Buch, wo ein Verbrechen passiert gilt als Spannungsliteratur. Egal ob jetzt Diebs Tal, Mord oder Totschlag. Ob super spannend oder mäßig spannend. Auch andere Romane können spannend sein, keine Frage, aber ein Familienroman ist anders spanend genauso wie ein Liebesroman.
Ich möchte aber jetzt den Begriffen Krimi und Thriller auf den Grund gehen.
Bei Scouts habe ich folgende Erklärung gefunden:
Beim Krimi geht es um das Verbrechen und beim Thriller um die Gefahr, die davon ausgeht.

Fingerprint Modified Clipart | i2Clipart - Royalty Free Public ...Dem Krimi geht die Straftat hervor. Oft wird der Krimi aus der Sicht des Ermittlers erzählt, dabei ist es egal, ob es ein Polizist, ein Detektiv ist oder ein privater Ermittler. Hier seht auch die Tat oder wie es dahin kommen konnte im Vordergrund. Und eben die Ermittlungsarbeiten. Ein Krimi kann durchaus auch humorvoll sein, wie es z. B. Rita Falck beweist. Das Wort kommt übrigens von crime, zu Deutsch Verbrechen.


Und beim Thriller
Beim Thriller baut es Spannung auf. Zumindest sollte es. Thriller kommt vom englischen Thriller, was ganz einfach Nervenkitzel auf Deutsch heißt. In einem Thriller wird der Spannungsbogen kontinuierlich aufgebaut. Zumindest macht das einen guten Thriller aus. Ein weiterer Unterschied zu dem Krimi ist hier die Tat. Diese steht im Vordergrund. Entweder aus der Sicht des Täters, der haargenau beschreibt, wie er sich auf die Tat vorbereitet, diese ausübt usw. Andere Sicht ist die des Opfert mit der Angst, der Panik und all dem, was es in dem Moment der Tat als Opfer empfindet.
Krimi Stock-Vektoren und -Grafiken - iStockUnd dann kommt ja noch der Psychische Effekt dazu, wo man z. B. dem Täter über die Schulter guckt und so diese psychische Gestörtheit miterlebt.

In dem Krimi bzw.  Thriller Welt gibt es auch wieder verschieden Genre. 
Krimis können unter anderem Detektivgeschichten sei. Oder ein schlicht und ergreifender Al Capone Krimi, also ein Gangsterkrimi. Ganz beliebt sind diese Regionalkrimis, die ich persönlich auch sehr mag. 
Beim Triller ist es nicht anders. Wie oben genannt schon den Psychothriller ist nur ein Genre davon. Aber auch politisch kann ein Thriller sein. Es gibt wirtschaftliche Thriller und Justizthriller, so wie John Grisham sie auch geschrieben hat.
Und dann noch die - auch von mir gern gelesene Genre - Mysterythriller. Es gab (oder gibt es die noch?) von Cora Verlag die sogenannten Mystery Thriller. Ich liebte diese kleinen Heftchen, denn da war echt alles vorhanden: Spannung und Mystisches.

Übrigens gibt es hier im schönen Frankenland in Rothenburg o.d Tauber ein deutsche Kriminalmuseum. Dort befindet sich 1000 Jahre Kriminalgeschichte. Dieses ist ein Besuch wert für alle Krimifans!
 Ausführlicher geht Skoutz auf diese Genre ein. Schaut doch mal da vorbei :-)

Ich dachte mir übrigens, dass es vielleicht angebracht wäre, gleich mal einen anderen unterschied hier zu erklären, der passend ist. Und zwar, was ist ein Indiz und was ist ein Beweis?
Ich gestehe, für mich als Laie nicht leicht zu unterscheiden. aber ich habe mal recherchiert und gesucht.


Gelesen habe ich folgendes (fragt mich bitte nicht mehr wo): Strafrechtlich machen die Juristen einen klaren Unterschied: ein relevanter Sachverhalt wird als Beweis deklariert. Ein Indiz jedoch ist nur die Tatsache, die auf diesen relevanten Sachverhalt hinweist. Ähh wie bitte jetzt?
Folgender Satz stand da: Ein Indiz ist sozusagen eine Stufe weiter vom Sachverhalt entfernt als der Beweis.

Aber wie der Name schon sagt: Beweis. diese sind eben beweisbar.
Ein Indiz eben nicht. Sie basieren nur auf Vermutungen.
AH, jetzt wird es klarer.

Einbrecher 3d Stock Illustrationen, Vektors, & Klipart – (1,307 ...Beweise sind beweisbar. Ein Beweis kann man nicht weg reden, bzw. erklären. Aber ein Indiz schon. 
Nehmen wir Fingerabdrücke. Die sind ein Indiz, den diese können schon etliche Stunden oder gar Tage dort an der Stelle gewesen sein. Und wie ist es mit der DNA. Ich denke genauso.

Ein Beweis ist dann ein Beweis, wenn die Oma aus dem Fenster geguckt hat und gesehen hat, wie der Mann die Faust geschwungen hat, den Gegner niedergeschlagen hat und sie den Schläger gekannt hat. 

Ich habe mir auf jeden Fall mal Experten Tipps geholt, damit ich nichts falsches Sage:

Manfred Lukaschewski Ein Beispiel: Ein Mord in einer Wohnung. Dort wird ein Fingerabdruck gefunden. Das ist ein Beweis für die Anwesenheit einer bestimmten Person und gleichzeitig ein Indiz für eine mögliche Tatbeteiligung dieser Person.
Hans Stephans Ein Indiz ist ein Hinweis, mit dem sich auf eine bestimmte Tatsache schließen lässt. Anders als ein Beweis belegt es die Tatsache aber nicht zwingend, sondern lässt sie nur logisch oder wahrscheinlich erscheinen.
(Ein Mathematiker würde Dir übrigens sagen, dass es nur in der Mathematik einen echten unumstößlichen Beweis gibt) ;-)
Danke an die beiden für die Erklärungen, die mich nicht ganz "doof" da stehen lassen.
Noch ein kleiner Anhang zu Manfred Lukaschewski. (Passt hier auch) Ich habe den netten Diplomkriminalisten einmal interviewen dürfen. Danke noch mal.
Und auch vor kurzen ein sehr interessantes Interview mit ihm im weiten weiten Netz bei Recensio Online  entdeckt.








28.04.19

Doofnasen family - Nahrung! Welche ist die Richtige?


Ein Riesengebiet, das unerschöpfliche Diskussionen auslösen kann, ist die Ernährung. Und da ist es völlig egal, ob es um die eigene Ernährung, die der Hunde („Ich barfe jetzt“!) Katzen („Trockenfutter ist sooooo unnatürlich!!“), Pferde („ich füttere nuuur das Supi-Dupi-Spezialfutter von Dr. Heumeyer aus Alpenwiesenhausen“) oder Ehegatten („Schweinshaxe mit Bier. Und gut!) geht. Einen der größten Schauplätze der verbalen Kriege zu diesem Thema unter Eltern kann es bei Kindern geben! („Waaaas??? Du gibst Deiner 8-jährigen Schnuttella? Das ist doch Gift!!!“ „Also meiner bekommt nur Reiswaffel und Dinkel-Grünkernlinge in seine Pausenbox und Ingwer-Pimpinellen-Tee mit nem Spritzer Zitrone. Wegen der Vitamiiine! (Sohn, 21, Azubi!)“)
Auch bei Hühnern wird heutzutage strikt auf die Ernährung geachtet. Man will schließlich sein Ei und eventuell sein Huhn als die gesündeste und biologischste Sache überhaupt genießen.
Ausgehend von der Tatsache, dass Hühner als Allesfresser gelten, sollte es diesbezüglich ja nicht allzu schwer fallen, das richtige Futter zu finden. Körner, Grünzeug, gelegentlich Essensreste und gut. Weit gefehlt. Es gibt eigentlich fast nichts, was dem Huhn nicht schon mal angeboten wurde! Immerhin wird vorher lieb und artig in der Facebookgruppe nachgefragt. „Darf dat dat? Oder stirbt dat dann?“
Auch ich mache mir viele Gedanken, was ich den Doofnasen als Zusatzfreßchen anbieten soll. Möchte ja keine Monotonie aufkommen lassen. Viel Grünes, Gemüse, gelegentlich Fleisch, Biomöhrchen, Vitamiiiinchen ins Wasser....
Tochter 2: „Mama, das ist voll gemein, die Hühner kriegen viel leckererereres Essen als wir!“
„Modell Ehegatte“: „Aber echt! Und wir müssen hier verhungern!“ Ich: „Na gut, morgen gibt es für Euch auch Biomöhre gehäckselt mit feinen Streuseln der Eierschale, dazu Salat und Feines Katzenfutter an sämigem Bratenjus aus der Dose!“
Sie aßen dann doch lieber Brötchen mit Schnutella und das „Innere von der Eierschale“ mit Speck!
Von dem Prädikat „100% biologisch“ habe ich mich längst verabschiedet. „Das ist schier unmöglich in unserer heutigen Zeit und mit der Umwelt. Aber Du kannst es zumindest optimieren.“, sagte mir einst eine Ökotropholigin.
Oft bringe ich den Doofnasen Gräser, Kräuter, Blätter und so weiter von den Spaziergängen mit dem Hund mit. Das scheint mir „biologisch“. Naja, jedenfalls ist es kostenlos....
Ich: „Mist! Warum springt denn die Karre jetzt wieder nicht an!“
Elfriede: „Warum musst Du denn mit der Stinkekiste fahren?“
Ich: „Ich muss mit dem Hund eine große Runde laufen. Und außerdem um Euern „Graskonsum“ zu stillen! Hier wächst ja nix mehr.“ Diebisch grinsend kann ich nicht umhin mir vorzustellen, wie die Doofnasen im Kreis auf ihrem Puschelpopo sitzen, mit benebelten Augen und eine Tüte mit herumreichen.
Elfriede rümpft die Schnabel-Nase: „Du könntest ruhig das restliche Grundstück für uns öffnen.“
Ich: „Dann ist da morgen auch alles leer und umgepflügt! Geh doch zu den anderen und sabbel mich nicht voll?!“
Unterdessen dieselt das Auto weiter vor sich hin anstatt anzuspringen. Langsam verflüchtigt sich meine gute Laune.
Elfriede: „Du verpestest hier die ganze Luft! Kannst Du nicht ein paar Würmchen rausbringen?“
Ich, mittlerweile gereizt: „Würmchen sind alle! Du musst ja auch nicht direkt hinterm Auspuff rumlungern!“
Elfriede: „Ich hab aber Hunger!“
Ich: „Deswegen brauche ich dieses Auto! Sonst gibt’s halt nix anderes zu Essen als Körner!“
Elfriede: „Kauf Dir doch ein neues Auto?“
Ich: „Spinnst Du? Weißt Du was das kostet? Ich hab Haus, Kinder, Hund, Pferde...“
Elfriede: „Dann verkauf doch ein Pferd?“
Ich: „Niemals! Pass auf, gleich verkaufe ich Dich! Und zwar als Biohuhn-küchenfertig!“

Fazit: Ernährung ist elementar und so individuell wie das Lebewesen selber. Es gibt kein hundert Prozentiges Richtig oder Falsch. Wir geben uns viel Mühe, sollten es aber nicht übertreiben. Hühner wissen selber am Besten was sie fressen können und was nicht!
Guten Appetit!

26.04.19

Freitags Füller #115

Der letzte Freitag im April, der fast ein Sommer ist :-(. Gottseidank ist zumindest Ostern vorbei und so meine zwei Wochen mit Überstunden :-). So, dann gehe ich erst mal ausfüllen :-D


Freitags-Füller Grafik
1.  Ich warte auf Regen, dringend Regen.
2.  In allem was ich tue, bin ich meist sehr sorgfältig.
3.  Drei Dinge auf meinem Tisch: Buch, Kerzen und Trinken .
4. Manchmal sind meine Schafe und Ziegen so richtig übermütig.
5. Was macht eigentlich ......... .
6.  Ich liebe Rhabarber.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Feierabend um 19:00 Uhr , morgen habe ich geplant, streßfrei am Picknick in Würzburg teilzunehmen  und Sonntag möchte ich mich von der überaus streßigen Woche erholen !

21.04.19

Doofnasen family - Liebesrausch

Manchmal kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Eigentlich finde ich ja klassische große Haushühner toll und habe ja auch genau deswegen solche angeschafft. Zwerghühner sind eher nicht so meine Leidenschaft. Nun bin ich ja leider ein Oberweichei, wenn es um Mitleid geht und der schlechteste Nein-Sager unterm Mond, deswegen hat es der federfüßige Zwerghahn Obi in unseren Garten geschafft, den ich von meinem Bekannten Uwe geschenkt bekam. Das eigentliche Schicksal wäre ansonsten der Hackklotz gewesen und das konnte ich nun absolut nicht zulassen. Ist ja nix dran für einen Braten an so einem Zwerg. Obi ist mit den „Groß“-Doofnasen ein kleiner Mitläufer, chancenlos bei den Ladys zu landen, weil er schließlich ein kleiner Furzi ist. Und seine Liebe Ingrid ist mehr so eine Zweckgemeinschaft, sie legt seit einem Jahr nach wie vor keine Eier und beinahe blind ist sie auch. Und was man von der Sinnhaftigkeit des Deckaktes der beiden halten mag, ist jedem selbst überlassen. Hat eher was von einem unbeholfenem Bocksprung von Dick und Doof.

Ich hocke an einem sonnigen Abend nach der Arbeit wieder ein wenig bei Uwe auf seiner Hühnerbank herum auf einen Klönschnack. Plötzlich steht er auf und meint: „Nimm ma eine ordentliche Frau für Obi mit! Ich hab hier eine, die ist erst vom September, aber hat viel zu viele „weiße Perlen“. (Anm. für Nicht-Hühner-Profis: seine federfüssigen Zwerghühner sind vom Farbschlag porzellanfarbig und „Perlen“ sind weiße Federspitzen, die sich über das gesamte Huhn verteilen) Für die Zucht nich so erwünscht.“ Die Hennen der federfüssigen Zwerghühner sind noch kleiner als die Hähne und ich sehe mich im Geiste schon auf den Knien am Zaun in meinem Garten herumrutschen, um jedes der Flüchtlingstiefbaulöcher der Doofnasen mit Beton zu versiegeln. „Ähh, ne lass ma, ich will doch noch den Brüter anschmeißen und hab doch nicht soviel Platz und….“ In der Dämmerung fahre ich mit dem legendären Baumarktkarton aka Hahn Obis damaliges Transportbehältnis und einer äußerst zickigen Federfußdame namens „Schneewittchen“ nach Hause.

Schneewittchen: „Kwäääääääk, Kreiiiiiisch, fass mich nicht an!!!!“
Ich: „Himmel! Halt den Sabbel, Du weckst ja die ganzen Doofnasen auf!“
Elfriede, völlig verpennt: „Was machst Du denn hier für einen Lärm, Chrissi?“
Emma: „Is mitten in der Nacht!“
Schneewittchen kreischt: „Freeeechheit, Kwääääääk, ekelhaft, ich hasse es, wenn man mich anfasst, ich kenne Dich ja gar nicht und überhaupt, ist das dunkel hier….!“
Ich: „Sorry Leute, ich bin das ja gar nicht. Ihr bekommt Gesellschaft!“
Mathilda gähnt: „Wä? Wozu?“
Ich: „Naja gut, Ihr eher nicht, eher ein neues Frauchen für Obi!“
Schneewittchen: „Kreiiiiisch, kwääääk, kräääääääk……“
Obi mit geschlossenen Augen: „War was?“

Irgendwann finde ich im Dunklen die Stange neben Obi und setze den Schreihals einfach mit Nachdruck drauf. Glücklicherweise hört sie daraufhin auf mit dem Gekreische. Ich bin mindestens genauso platt wie die Doofnasen, schließe nur noch die Tür und gehe selber ins Bett.

Am nächsten Morgen gehe ich raus zu den Doofnasen. Alle sind draußen und mosern herum, warum das Frühstück noch nicht an Ort und Stelle steht. Alles also wie immer. Die Einzige, die ich nicht sehe, ist Schneewittchen. Sie hockt noch im Stall und wundert sich. Ich öffne die Tür und erkläre ihr, dass ich da gleich rein muss, um sauber zu machen. Kaum sieht sie mich, geht das Gekreische wieder los. Neben mir lungert Obi noch sehr verschlafen herum, ohne rechte Meinung und starrt ins Leere. Aber kaum hört er das Gekreische der holden Maid, scheint ein Schalter um zuklappen, er richtet sich auf, guckt hektisch suchend in der Gegend herum und versucht, diese verlockenden Töne zu orten. Er stratzt schnurstracks Richtung Hühnerklappe und hopst in den Stall. Und da erblickt er sie! Die kreischende Schönheit löst in ihm eine spontane Testosteronausschüttung aus. Sämtliche Synapsen tanzen Tango und seine Augen wirbeln wie kleine Kreisel. Seine Schwanzfedern stehen senkrecht und vibrieren, er fängt an zu sabbern und springt mit einem galanten Satz zu dem Schreihals auf die Stange.

Obi: „Ooooohh, uuuuhhhhh, wen haben wir denn hier? Herzlich willkommen Du Hübsche!“
Schneewittchen kreischt: „Ääääh, lass mich! Geh weg, ich kenn Dich nicht!“
Obi: „Ach komm, Du willst es doch auch, ich kann es spüüüren! Ich bin der Geilste hier!“
Schneewittchen: „Hiiilfe, lass mich, geh weg, obwohl, schicke Schwanzfedern…nein, kreisch, kwääääk….“

Bei Obi schwappt der Liebesrausch bereits zur Oberkante bis in die Augen, er fackelt nicht lange und zwingt die kleine Perle noch im Stall zu ihrem Glück! Unter lautem Gekreische versucht sie sich gegen die Romanzen zu wehren. Romanzen ist noch harmlos ausgedrückt, Vergewaltigung passt eher. Panisch findet sie die Hühnertür und flieht nach draußen. Die Doofnasen und ich stehen vor dem Stall und zusammen brillieren wir im Synchron-Bauklötze-Staunen. Bis Schneewittchen den Ausgang aus der Voliere findet. Das scheint die Initialzündung zu sein und die Doofnasen rennen wie auf ein unsichtbares Kommando los. Die arme Miniaturausgabe eines Huhns flitzt von einer Seite zur anderen und wird neugierig beäugt und verfolgt. Elfriede pickt einmal drauf, verliert aber recht schnell das Interesse. Eine Doofnase nach der anderen pickt einmal drauf und wendet sich dann ab. Hat Schneewittchen etwa einen bitteren Geschmack auf den Federn? Zickig und selbstbewusst genug ist sie jedenfalls, um sich zu behaupten.

Nach 3 Minuten ist das Spektakel auch wieder vorbei. Lediglich der liebestolle Obi weicht ihr keine Sekunde von der Seite.

Elfriede: „Was sollen wir denn mit der?“
Ich: „Nix!
Ingrid: „Die ist voll langweilig und kreischt ja nur rum!“
Ich: „Hast recht!“
Mathilda: „Guck Dir den bekloppten Gockel an! Dem schwirrt heute Abend der Bürzel, wenn der heute den ganzen Tag so weiter macht…“
Charly: „Aber echt! Lächerlich! Hahaha!“
Mathilda: „Ok, was ist jetzt mit dem Frühstück?“

Ich verbringe den restlichen Tag am Fenster und lache mir einen über das verliebte Gezappel draußen im Hühnergarten. Nachmittags gehe ich mal kurz raus und fülle Futter auf. Im Carport hinter einem Brett sehe ich eine Art Kieselstein und frage mich, was zum Teufel die Kinder da schon wieder hingeworfen haben. Bei näherem Betrachten stelle ich fest, dass Schneewittchen dort ein Ei hingelegt hat. Abends hocke ich wieder mal bei Uwe auf der Hühnerbank und erzähle ihm von dem ereignisreichen Hühnertag.
Uwe: „Sach ma, hast Du noch Platz in Deinem Brüter?“
Ich misstrauisch: „Ja?“ Eigentlich meine ich „Nein!“.
Uwe: „Nimm noch ma zwei Eier mit, dann kannste die da noch mit reinpacken und das ausm Carport!“

Fazit: Obi genießt die Zeit seines Lebens! Endlich was Passendes in seiner Größe! Ein besseres Hühner-TV-Wochenendprogramm am eigenen Fenster zum Becher Café kann man sich kaum wünschen. Obwohl….ist das überhaupt jugendfrei, grins?

PS1: Völlig ungeplant liegen zusätzlich drei kleinen Minieier im Brüter. Warum kann ich eigentlich nie nein sagen?

PS2: Schneewittchen, Ingrid und Obi sind inzwischen eine kleine enge Liebesbande! Flotter Doofnasen-Dreier!

PS3: Wenn das eine Carport-Ei was wird, wird das „Baby“ von Obi und Schneewittchen natürlich behalten! Obwohl ich ja eigentlich nicht auf Zwerghühner stehe. Eigentlich. Aber es kommt immer anders und zweitens als man denkt….

Eine verliebte Woche allerseits️!



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