§ 2 Nr. 5 TMG

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Ich lese gerade

Oliver Susami S3

31.05.20

Die Doofnasen Family ~ Bildung?


Wenn man krank zu Hause auf der Couch herum lungert, hat man ja urplötzlich massig viel Zeit. Je nach Wohlbefinden kann man diese Zeit für unterschiedlichste Tätigkeiten nutzen wie zum Beispiel lesen, stricken, häkeln, verrückte und kurzweilige Geschichten schreiben, Lohnsteuerjahresausgleich machen (würg, 112, Notarzt, bitte sofort abholen, Übelkeit -> Ohnmacht) oder Fernsehen. Ich hatte mir meine Zeit mit Lesen, häkeln (stricken kann ich einfach nicht, bin ich seit der Grundschule zu doof für!) Geschichten schreiben und Fernsehen vertrieben. Da ich mittlerweile eine halbes Jahrhundert auf diesem Globus verweile, zähle ich laut den Pubertätshormon-geschwängerten Mitbewohnern hier zum alten Eisen. (Ich frage mich seither regelmäßig, ab wann genau „das Eisen“ eigentlich alt ist?) Es ist nämlich so, dass bei „Modell Ehegatte“ und mir Sender wie zum Beispiel 3sat, arte, Phoenix immer häufiger länger als das 2 Sekunden „durch-zapp-Intervall“ an bleiben, wenn nicht gerade Nachrichten laufen. Die Kinder sind immer seltener Sofagäste, da sie der Meinung sind, das seien Oma und Opa Sender! Aha! Da man ja eh gerade krank ist fühlt man sich ohnehin wie Opa und Oma in einer Person und mir ist es egal.

 Man hat nun die Zeit genau zu erforschen, was denn so den ganzen Tag läuft, während man normalerweise den Hühnerstall sauber und Hausarbeit macht, Mittagessen, Kindern die Hausaufgaben erklärt und arbeitet. Zu meiner Freude liefen jede Menge Tiersendungen und ich fing an darüber zu stolpern, dass in beinahe jeder Sendung irgendwo entweder nur ganz kurz oder direkt als Thema `das Huhn´ auftauchte. Zum Beispiel lief eine Sendung über Indonesien. Dort leben ja die urzeitlich anmutenden und nicht ganz ungefährlichen Warane. (Prompt verschreibe ich mich hier und tippe „Marans“ ein. Völlig Hühnerverseucht!) Neben Wasserbüffeln, Wildschweinen, Hirschen und domestizierten Tieren leben dort auch Großfußhühner (Megapodiidae). Abgesehen davon, dass sie mich aufgrund ihrer Art und Weise wie sie laufen, sofort an die Doofnasen erinnern, lerne ich, dass die mindestens genauso „faul“ sind wie ich, indem sie Strategien entwickelt haben, sich das Brutgeschäft zu vereinfach. Klimatisch gesehen haben sie den Vorteil gegenüber den Haushühnern insofern, als dass sie sich die Sonnentemperatur zu Nutzen machen können. Es wird also – ganz hühnerlike – wild und ausgiebig in einem Erd-Laubhaufen herum gescharrt. Irgendwann ist ein beachtliches Loch entstanden. Dort werden dann die Eier reingelegt. Alles ordentlich wieder zugescharrt. Fertig! Die Wärme der Erde und des rottenden Laubes übernimmt hier das Brutgeschäft. Unter dessen kann das Huhn seinem üblichen Vergnügen nach gehen. (Vermutlich vor den hungrigen Waranen - aargh, nicht Marans! - flüchten.) Ich hatte seinerzeit eine Tagesmutter engagiert. Und bin arbeiten gegangen. Ob das nun Vergnügen ist oder nicht, ist definitiv eine Ansichtssache. Pause von dem eigenen Schreihals kann einfach herrlich sein. Selbst arbeiten gehen ist dann wie Freizeit. Mich überkommen Urlaubsgefühle in meiner kuscheligen Decke. Ich ertappe mich, wie ich mit den Großfußhühnern äußerst sympathisiere und mir gedanklich einen Bookmark an Indonesien setze als Reiseziel.

 Anderer Tag, andere Sendung. Wir befinden uns im Süden Afrikas. Wüste, Steppe, Hitze Trockenheit. Viele bekannte Tierarten laufen durch die unendlichen Weiten dieses unglaublich tollen Landes (mein geistiger bookmark: unbedingt noch einmal nach Afrika reisen), um während der Trockenzeit die sehr begrenzten Wasserlöcher aufzusuchen. Ich bekomme Durst und hole mir schnell ein Glas Wasser. Verschiedene Tierarten stehen am Wasserloch und beäugen sich gegenseitig. Manche mit mehr Vorsicht, andere weniger, je nach dem an welcher Stelle der Nahrungskette sie sich befinden. Die Kamera geht ins close up auf einen recht unscheinbaren Vogel. Zunächst könnte man meinen, es handele sich um eine Taube. Der Erzähler erklärt, dass es sich um das sogenannte afrikanische Nama-Flughuhn (Pterocles Namaqua) handelt. Das brütet circa 100km entfernt von dem Wasserloch, auf steinigem, staubigem Wüstenboden, weil es dort keine Fressfeinde für die Küken gibt. Die besagten Fressfeinde (Habichte) sind derweil damit beschäftigt die Flughühner am Wasserloch zu jagen. Natürlich würden die Küken in so weiter Entfernung sofort verdursten, wenn Papa Nama-Huhn nicht täglich die 100km hin und her fliegen würde, um für seine Kids Wasser anzuschleppen. Nur wie stellt er das an? Er hat in sich gedrehte Brustfedern, in denen er Wasser aus dem Wasserloch aufnehmen kann und es so zu seinen Küken bringen kann. Wenn ich das den Doofnasen erzähle! Die müssen nur dreimal aus ihrem Stall klatschen und liegen beinahe in ihrem Wassernapf. Die Wasserübergabe sieht so aus, als würde das Küken am Papa säugen. Die Natur hat schon geniale Lösungen für unterschiedlichste Hürden entwickelt.

 Anderer Tag, die Jungs liegen mit auf der Couch, da Sohn1 auch krank ist. Wenn die Fieber haben, möchten die möglichst unverfängliche Sendungen gucken. Also wird sich für `Shaun das Schaf´, die legendären Knetfiguren aus dem Hause Aardman Animations, die auch Wallace&Gromit produziert haben, entschieden. Wir haben alle DVDs, die uns vor Jahren schon den einen oder anderen Krankenhausaufenthalt von Sohn2 gerettet haben. (was macht man den ganzen Tag im Krankenhaus mit einem 2jährigen, der aus Infektionsgründen Zimmerquarantäne hat? Genau, Autos auf dem Zimmerboden hin und her fahren lassen und Shaun das Schaf auf einem portablen DVD Player rauf und runter gucken. So oft, dass das Krankenhauspersonal irgendwann völlig ungeniert den Titelsong lauthals pfeifend durch die Flure gewandert ist.) Jedenfalls beginnt einer der Kurz-Episoden in der Shaun unfreiwillig Kükenmami wird. Der Teil ist einfach sensationell. Die Küken werden einfach als kleine gelbe Fussel Kugeln mit einem roten, dreieckigen Punkt dargestellt. Da ist dann vorne. Sie piepen wie echte Küken und lassen sich, trotz größter Bemühungen nicht abwimmeln. Unterdessen sucht die verzweifelte Hühnermama tränenreich aber trotzdem lustig nach ihren Küken. Hühner haben bei Shaun das Schaf gelegentlich eine Handtasche dabei, womit sie auch gerne mal auf jemand anderen drauf hauen. Wie die Omas dort im Übrigen auch (Bookmark: Ich muss mir eine Kurz-Henkel Handtasche anschaffen.) Der Hahn bei Shaun das Schaf hat oft nichts zu lachen, da er gerne Opfer vom Fuchs wird. Und der kennt in einer anderen Episode alle wichtigen Zutaten für ein leckeres Hühnergericht. Er entführt den Hahn nach allen (menschlichen) Regeln der Kunst und geht dann erst einmal frische Zutaten für sein Festmahl einkaufen. Mit dem Bus. Aber die Hoftiere halten zusammen und retten in der Regel Hühner, Küken und auch den Hahn am Ende einer Sendung immer. Always happy end!

 Der Fernseher bleibt heute aus und ich gehe an meinem Bücherregal vorbei. Dabei fällt mein Blick auf die Pettersson und Findus Reihe. Selbst da spielen Hühner eine wichtige Rolle. Sohn2 möchte, dass ich ihm eines der Bücher vorlese. Ich liebe die Zeichnungen der Hühner mit Perlenkette um den Hals und Café trinkenderweise im Hühnerstall. Ein Traum! Bei Pettersson ist es bestimmt hervorragend ein Huhn zu sein. Gibt immer lecker Café und Zimtschnecken oder Kekse dazu und ein gekochtes Ei! Was will huhn mehr?

 Fazit: Hühner sind tatsächlich überall! (Ja, sie sind auch auf Brillenetuis, grins!) Und sie glänzen in ihren verschiedenen Arten durch ihre raffinierte Art und Weise zu überleben. (Bookmark: nächsten Geflügelmarkt Termin in meiner Nähe checken!) Man kann sogar mit ihnen Café trinken. Es sei denn sie haben eine Handtasche dabei….

 Grüßt Euer Gallus gallus domesticus!

Doofnasen-family ~ Bestechung

 Mama: „Wenn Du eine eins in Mathe schreibst, dann gibt‘s auch ne Belohnung!“

 Erziehung läuft besonders gut über sogenannte „positive Bestärkung“. Belohnung gegen erbrachte Leistung. Aber auch mit Bestechung. Und das leider erstaunlich gut.

Ich „Maaaann, wie sieht das hier denn wieder aus, räumt ihr das jetzt sofort auf!!!“

Kind/er: „Ja gleich!“ Hinweis: Ja-gleich-Sätze und die dazu gehörigen Informationen werden so gut wie immer kurz darauf im kindlichen Gehirn unwiderruflich gelöscht.

„Nein nicht ‚gleich‘. SOFORT!“

Kind/er: „Machen wir GLEICH!“

Next Level. Ich, extra arrogant und von oben herab sprechend: „Na gut! Dann kassiere ich halt JETZT das Daddelgerät (Spielekonsole, Handy, was auch immer gerade der Grund für die Verschiebung der Pflichten ist) ein!“

Kind/er, springen auf, als ginge es ums nackte Überleben: „Jaaaa, warte, machen wir ja jetzt!“

 Bei Tieren funktioniert das ähnlich. Jeder Hund jedes Pferd sollte erzogen werden. Gerade bei letzteren ist es wichtig, denn es kann unter Umständen schwierig bis hin zu gefährlich für uns als Mensch werden, wenn das Tier schlicht nach seinem Willen agiert. Hunde leben meist in unseren Haushalten. Wäre irgendwann wirklich unschön, wenn sie dort tun und lassen würden, was ihnen gerade in den Sinn kommt. „Oh, hab Hunger, im Kühlschrank riecht das aber lecker! Hole ich mir die Packung mit dem T-Bone-Steak, njammi!“ Im Anschluss wird schön auf den Teppichboden geka......! Und im Bezug auf Pferde muss man sich im Klaren darüber sein, dass man es meist, je nach Rasse, mit einem um die 500kg Brocken zu tun hat. Pferd entscheidet sich also, dass der Grashalm auf der andern Straßenseite lecker aussieht und geht hin. Dumm nur, dass in dem Moment gerade ein 7-Tonner Sattelschlepper angebraust kommt.

 Hühner müsste man eigentlich nicht erziehen. Die wissen seit dem zellulären Dasein im Ei schon was sie tun müssen. Man tut es aber meist unbewusst trotzdem. Und sie lernen im Leben ja auch dazu. Wir möchten ja zum Beispiel, dass sie morgens aus dem Stall raus und abends wieder rein gehen. Haben wir bereits ausgewachsene Hühner gekauft, müssen die erst einmal lernen, dass die Hütte hinten in der Ecke Ihr Stall ist.

„Meine Hühner gehen abends nicht in ihren Stall. Ich trage sie immer rein. Wann lernen die das denn?“ Meine Hühner fliegen immer über den Zaun zum Nachbarn. Warum tun sie das?“(heulsmiley)

 Hühner haben ja auch ihre Futtervorlieben. Hilfreich kann es sein, sie auf genau das Lieblingsschmausi (Würmer, Käse Nudeln, etc.) zu „konditionieren“. Zum Beispiel: Hühnerhalter ruft die neue Hühnerbande in einem ganz gewissen Ton. Da kann man auch ruhig mit Herumgesülze übertreiben! Je schnulziger und piepsiger, desto besser. Hühner denken im ersten Moment: „Spinnt die/der Alte jetzt komplett? Lass ma gucken geh‘n...“ Man wiederhole das diverse Male am Tag. Spätestens abends wissen die Hühner dass diese Stimme mit Leckerchen gleichzusetzen ist. Mit Bestechung dieser Art klappt vieles. Meistens.

 Ich komme um die Hausecke.

Elfriede, wie ein Küken piepsend, (die haben das mit dem Gesülze mindestens genauso gut drauf wie „Modell Ehegatte“): „Ohhhh, gibt’s Würmchen???“

Ich: „Hey, da seid Ihr ja?!“

Berta: „Wüüürmchen?!“

Ich: „Ihr müsst jetzt mal dahinten in der Ecke bleiben, ich muss die Mülltonne rausbringen.“

Ich werfe Würmchen in besagte Richtung! Ein Teil der Truppe rennt hin während ich mich schon zur Mülltonne umdrehe und sie in Kippstellung bringe. Die andere Hälfte der Truppe hatte es aber anscheinend nicht mitbekommen, denn augenblicklich bricht flatternde Panik aus und die Teil-Truppe rennt genau in die Ecke, in die sie eigentlich nicht sollte.

„Kooommt, hier entlang! Wüüürmchen hiiier!“

Mathilda: „Vergiss es! Du hast das Tonnen-Ungeheuer angefasst!“

Ich, zwitscher: „Ich hab drinnen auch noch Käääse?“

Ingrid: „Hau ab! Wir haben keinen Hunger!“

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