...fängt jetzt schon an.
Teilweise liest man auf Instagram schon etliche Tage vorher und schon weit vorher über die Buchmesse.
Da werden Signierstunden erwähnt, Goodies kann man am anderen stand abhonen. Welche Autoren sind vor Ort, Gewinnspiele und vieles mehr. Alles sollte man machen, nichts darf man verpassen. So kommt es mir zumindest vor.
Ja, das ist für mich jetzt schon eine kleine Reizüberflutung. Einfach etwas zu viel des guten.
Warum? Weil ich so langsam dadurch das Gefühl bekomme, so vieles zu verpassen.
Eigentlich mag ich momentan gar nicht mehr in Instagram reinschauen. Vor allem die "Überlebungstipps" sind so oft vertreten.
Anstatt hunderte Details zu zeichnen, fliegen um ihren Kopf herum wie ein Heiligenschein bunte Symbole: „%“, „Signierstunde!“, „Neuerscheinung!“, kleine Sprechblasen mit „Bla bla bla“ und stilisierte Buchrücken.
Gut, für die, die diese Buchmesse das erste Mal besuchen, sind die echt gut und hilfreich.
Als "alter" Buchmessenhase lächle ich darüber und denke, ja, da stimme ich euch zu.
Viele dieser Tipps haben mir früher auch geholfen und ich war echt froh darüber.
Mit der Zeit wird man eben erfahrener.
- Am Donnerstag auf jeden Fall erst mal eine Begrüßungsrunde machen und all die Bekannten treffen ,die ich vielleicht nur 1- oder 2-mal im Jahr sehe.
- Ich möchte nach neuer Ausschau halten. Ich möchte mir mein gewonnenes Buch abholen.
- Am Freitag möchte ich nochmals die Hallen durchforschen und schauen ,was ich am Donnerstag nicht gesehen habe.
- Und Samstag möchte ich einfach nur zur Lesung von Mario Worm um 12 uhr (primär Verlag) gehen und wieder auf Wolfgang Bahro treffen 😊.
Also richtige Termine habe ich eigentlich nicht.
Und trotzdem, durch die Reizüberflutung kommt immer das Gefühl auf, was vergessen zu haben.
Und wenn ich dann daheim die anderen Berichte lese, dann auch 😊
Auf der Seite 24books habe ich folgendes gelesen (zwar für die FMB, gilt aber auch für die LBM):
Schlachtplan für die Messe
Ohne Plan ist die Buchmesse wie ein Labyrinth ohne Ausgang. Beginnen Sie bereits Wochen vor Ihrem Besuch mit der Vorbereitung. Laden Sie die offizielle Buchmesse-App herunter und markieren Sie Ihre Must-see-Verlage, Autoren und Veranstalt.
gut, die app lade ich nicht runter. Oder vielleicht doch???
Die Kunst der selektiven Wahrnehmung: Nicht alles mitnehmen wollen
- FOMO (Fear of Missing Out) ist der größte Feind des Messebesuchers. Bei über etllichen Ausstellern und hunderten Veranstaltungen ist es unmöglich, alles zu sehen. Akzeptieren Sie das von Anfang an.
- Fokussierung ist der Schlüssel: Konzentrieren Sie sich auf Ihre definierten Schwerpunkte
- Lassen Sie sich Zeit für intensive Gespräche statt oberflächlicher Rundgänge
- Qualität vor Quantität bei Buchkäufen
Der Geheimtipp: Die Messe wie ein Insider erleben
- Erfahrene Messebesucher haben ihre Tricks. Diese Insider-Strategien machen den Unterschied zwischen einem stressigen und einem entspannten Messebesuch.
- Timing ist alles:
- Kommen Sie früh (erste Stunde ist am ruhigsten)
- Nutzen Sie die Mittagspause (11:30-13:30) für beliebte Stände
- Meiden Sie Freitagnachmittag (Besucheransturm)
- okay, am Freitag wohl nicht, aber auf jeden Fall am Samstag!
Versteckte Perlen entdecken:
- Besuchen Sie kleinere Verlage in den hinteren Bereichen
- Schauen Sie in die oberen Stockwerke der Hallen
- (oder in den LBM Hallen, die nicht so dem Hype entsprechen)
- Nutzen Sie die „Stillen Ecken“ für Gespräche
Denken Sie daran: Es geht nicht darum, alles zu sehen, sondern das Richtige für Sie zu entdecken. Seien Sie offen für Überraschungen, aber verlieren Sie Ihre Ziele nicht aus den Augen. Und vor allem: Haben Sie Spaß! Die Buchmesse ist eine Feier der Literatur – genießen Sie sie in vollen Zügen.
Wie ist es mit Euch, die auch auf die LBM gehen? Reizüberflutung oder lässt Euch das kalt?
Oder vielleicht die auf die FMB im Oktober gehen? Reizüberflutung oder egal?
Übrigens habe ich beschlossen, die FBM dieses Jahr nur einen Tag zu besuchen. Mit der Bahn hin und wieder zurück. Letztes Jahr habe ich gemerkt, dass das für mich reicht.
