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07.04.26

(Mitmach-Aktion) - Zwischen Flucht und Erkenntnis

 Jede Woche stellt mamenus auf ihren Blog einen neuen Lückentext vor – mal witzig, mal spannend. Alles was man dafür tun muss, ist nur die freien Stellen mit deinen eigenen Ideen füllen und schon entsteht deine ganz persönliche Kurzgeschichte.

So funktioniert’s: Lies den Lückentext der Woche.  Fülle die Lücken spontan oder überlegt – alles ist erlaubt. Teile deine Version. 

Hier kommt meine Geschichte:

Zwischen Flucht und Erkenntnis

 Ich stand im weiten Rapsfeld und spürte, wie mein Herz schneller schlug als sonst.
Meine Füße waren noch staubig von der Barfußwanderung, die ich vor wenigen Minuten am Feld entlanggelaufen war.
Eigentlich wollte ich nur in die Natur, ein klares Entspannen von der anstrengenden Arbeit im Einzelhandel vor Augen, doch alles kam anders.
Das Naturbaden von dem, was ich geplant hatte, trat ein, und ich fand mich plötzlich in einem seltsamen leichten Gefühlswelt wieder.
Es fühlte sich fast wie eine Urlaubsauszeit an, obwohl ich gar nicht wusste, wovor ich eigentlich davonlief.
Seit Tagen  in der Obstabteilung mit Erdbeeren für nur 0,99 Cent hatte ich solche Momente nicht mehr erlebt, und doch fühlte sich alles vertraut an.
In den letzten Minuten hier im Rapsfeld hatte sich etwas in mir verändert, auch wenn ich es nicht sofort benennen konnte.
Vielleicht lag es an der Situation, nicht abschalten zu können, die ich früher am Abend besucht hatte.
Dort, auf dem  Rapsfeld in der Nähe des alten Gebäudes, wo man die Ernte lagerte, hatte alles begonnen.
Ein kurzer Blick, ein Innehalten, und tief einatmen und es war nichts mehr wie zuvor.
Ich dachte, ich hätte das mit dem Stress und der nörgelnden Kundschaft im Griff, doch die Situation entglitt mir schneller, als ich reagieren konnte.
Mit jedem Atemzug und innehalten wurde mir klarer, dass ich mich nicht länger die Kundschaft ertragen konnte.
Die Erkenntnis traf mich schließlich wie ein Blitz, als ich am nächsten Morgen wieder im Laden stand.
Manchmal führt uns genau das, wovor wir fliehen, direkt zu dem Ort, an dem wir sein müssen. Denn schließlich muss man ja Geld verdienen. Aber ein Rapsfeld hilft immer zur Entspannung.


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