Kolumne
[Kolumne] Zwischen Abwechslung und Chaos: Das Für und Wider des Parallellesens
Kennst du diese Leser, die mühelos drei, vier oder fünf Bücher parallel lesen? Ich sage dazu ganz entschieden: Nein! Ein klares Nein.
Warum? Weil ich mich dann nicht mehr auf ein Buch voll konzentrieren kann. Wenn ich ein Buch eintauche, mich da dann fesseln lasse, dann bin ich drin in dieser Welt. Würdei ch jetzt en oder zwei andere lesen, reißt es mich komplett aus der Handlung und dem Lesefluss heraus und ich vermische diese womöglich.
Die größte Gefahr dabei? Man vermischt die Geschichten! Bei mir würden am Ende wahrscheinlich Miss Marple auf einmal in New York bei CSI ermitteln und Sherlock Holmes in Dresden die Täler suchen. (Obwohl... interessant wäre es ja schon zu wissen, was die beiden in diesem Fall tun würden. Und wie Kommissar Maigret sagen würde: „Ich habe da noch eine letzte Frage...“ 😉).
Das Ganze funktioniert für mich – wenn überhaupt – nur bei zwei völlig verschiedenen Genres. Bei ähnlichen Genres ist das Chaos im Kopf vorprogrammiert. Na gut, ein Hörbuch ginge da auch noch oder ein Podcast. Aber das ist ja für mich in dem Fall nicht selber lesen, sondern vorlesen lassen.
Aber nun, was spricht dafür? Es gibt Abwechslung im Lesen. So liest man vielleicht gerade das Buch, was der Stimmung passend ist. Und die Leseflaute ist dann auch nicht vorhanden. Der SuB wird abgebaut, sofern vorhanden und das ist ja auch positiv.
Negative Seiten gibt es aber auch. Wie oben schon genannt, vermischen sich evtl. die Handlungsträngen. Außerdem liest man länger an einem Buch und hat somit nicht viel Zeit gespart oder wirklich was für den SuB Abbau getan. Vielleicht liest man bei solch parallellesen auch nicht so tief, also taucht tief in die Geschichte ein
mit lieben Grüßen
Anja
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