Ich lese gerade

Renate Eckert - Brunnenkind

15.11.15

Ohne Worte, doch mit Gedanken

Jean Julliens Zeichnung
129 ist die Zahl, wo wir alle drüber reden und drüber nachdenken. Und um das Warum dreht sich alles. Der Terrroranschlag von Paris. Auch ich mache mir so meine Gedanken. Nicht über das Warum, weil das kann man nicht beantworten. Und das wie -- darüber wird genug geredet.
Aber ich mache mir Gedanken, was noch kommt. Was wäre wenn....
Und hat die IS ("Islamischer Staat") erreicht, was sie wollte? Nein, nicht wirklich. Aber leider doch schon etwas. Denn man spricht über die Terrororganisation. Sie ist im Gespräch. Ist es auch das, was die IS wollen? Im Gespräch sein. Vernichten? Ich weiß es nicht, denn in solche Köpfe und Gedanken kann und will ich nicht hineinsehen. Können wir was verändern? Ja, ich denke schon. Aber was.
Und dann kommen mir noch andere Gedanken... Gedanken, die mir auch etwas Angst machen.
Wenn die IS doch auch große Veranstaltungen oder Menschenaufläufe gerne als Terrorgebiete nehmen, was ist dann mit den Buchmessen? Muss ich jetzt dann Angst haben, dorthin zu gehen? Ich gestehe, das ist ein Gedanke, der mir wirklich Angst macht. Gerade Frankfurt, wo doch jedes Mal ein Gastland dort ist. Was ist, wenn das denen von der IS nicht passt.....
Aber wenn ich da mich mit der Angst zu sehr anstecken lasse und solche Buchmessen dann in Zukunft meide, haben die gewonnen!! Und das lasse ich doch dann nicht zu. Obwohl ich nächstes Jahr bestimmt ein wenig Bauchgrummeln habe, wenn ich durch die Hallen schlendere. Oder hat sich bis dahin die Sache beruhigt und es ist alles "Ins Vergessen" geraten?
Trotzdem, ich glaub, es wird immer ein mulmiges Gefühl bleiben.
Was kommt in der Zukunft?
Auf jeden Fall habe ich auch eine Gedenkminute für all die Opfer in Paris und auch für die, die in Mitleidenschaft gezogen worden sind, eingelegt. Und mache mir so meine Gedanken. Nichts wird so sein für diejenigen, wie es einmal war.
Oder kommt doch eines Tages der Alltag zurück? Das sind auch meine Gedanken.
Bild2
Quelle: dbb-hamburg.de

Kommentare:

  1. Hi Anja,

    ich stimme dir völlig zu. Ich will mich nicht einschränken lassen, ich will mich nicht fürchten, ich will mutig sein und für meine Überzeugungen einstehen. Aber wie weit bin ich bereit zu gehen? Das sind Fragen, die mich zur Zeit umtreiben ...

    Mein Beitrag

    lg
    Marie

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  2. Liebe Anja,

    Liebe statt Hass und Gewalt!
    Wer nach diesem Motto lebt, ist ein friedliebender aufgeklärter Mensch. Alles Andere ist unmenschlich und grausam. Wer durch Gräueltaten zum Gespräch wird, verdient meine Aufmerksamkeit nicht!
    Ich habe das Attentat deswegen auch nicht auf meinem Blog erwähnt. Deine Gedanken verstehe ich und teile sie.

    Wir lassen uns nicht unterkriegen!
    Liebe Grüße sommerlese!

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    1. Stimmt, Leute wie du und ich müssen zusammenhalten und dürfen uns nicht einschüchtern lassen!

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  3. Huhu!

    Als mich die Info erreicht hat, war ich gerade am Stöbern nach einem neuen Jogginganzug für Damen (Soll ein Weihnachtsgeschenk für meine Schwester werden) ... Danach habe ich erstmal aufgehört und mir dann recht ähnliche Fragen gestellt wie du.

    Letztendlich ist es aber verkehrt, sein Leben nicht weiterzuleben, finde ich. Denn dann haben die wirklich gewonnen ... Wenn ich nur noch in Angst lebe, dann lasse ich auch zu, dass ich meine persönliche Freiheit einschränken lasse, bestimmte Dinge zu tun oder nicht zu tun. Abgesehen davon, dass manche Politiker diese Anschläge nur zu gern als Vorwand nehmen, um unser Leben zu bestimmen - aus "Sicherheitsgründen" (Wenn ich das nur höre, bekomme ich schon Aggressionen).

    Liebe Grüße
    Marie

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    1. Ich stimme Dir da zu. Die Politiker haben immer eine Ausrede. Man muss (!) sein Leben weiterleben, sonst haben die gewonnen!

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    2. P.S. den Biu Bella Anzug finde ich persönlich am schönsten :-)

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