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Timo Leibig Totenfahrt

03.05.20

Doofnasen-family ~ Märchen


ES WAR EINMAL eine durch geknallte Tussi...äh...merkwürdige, holde Prinzessin, die in frühester Kindheit schon komplett Tier-orientiert war. Im Grunde blieb ihr auch gar nichts anderes übrig, denn bereits bei Erblicken des Lichtes dieser Erde erblickte sie gleich als zweites einen durch geknallten Dackel! Wer schon einmal Dackel hatte, weiß woran man ist. Ihr Aufwachsen beeinflusste dieser „Unhund“ maßgeblich, denn sie hob das Bein an Bäumen beim Spaziergang (Gott sei Dank gab es Windeln!) und fraß mit ihm aus dem Napf. (Solange, bis das zufälligerweise der Frau Mutter auffiel, die dies natürlich mit einem Anflug an Hysterie sofort unterband. Das verstand die holde Prinzessin nun überhaupt nicht)

Durch ihre früheste Kindheit geprägt, wiederholte sich im Übrigen circa 25 Jahre später dieser Zustand, indem sie sich selber zu Studentenzeiten wieder so ein „Exemplar Dackel“ zulegte. Allerdings hatte sie tatsächlich gelernt, dass es für Menschen günstiger ist, eine Keramik Toilette zu benutzen und komfortabler sein Essen am Tisch zu sich zu nehmen. Besagter „Unhund Nummer 2“ hatte die Angewohnheit ständig zur Nachbarschaft zu türmen. Im Nachhinein gar keine so schlechte Idee, denn jene Nachbarn hatten nämlich Hühner! Hunden, Kindern und Rauchen sagt man ja eine große Kontaktmöglichkeit zur Außenwelt zu. Mittlerweile hat die holde Prinzessin alles durch und manchmal mehr Kontakt als ihr lieb ist. Zum Beispiel zu Lehrern ihrer Söhne, eher mit erzieherischem Hintergrund...

Die edle Nachbarschaft versorgte die holde Prinzessin damals regelmäßig mit tollen Eiern. Das gefiel der Prinzessin natürlich, denn sie war genetisch bedingt verrückt nach Eiern. Eines Tages eröffneten die edlen Nachbarn der holden Prinzessin, dass sie für 5 Wochen ihren schönen Bauernhof verlassen wollten, um Urlaub in fernen Landen zu machen. Die holde Prinzessin konnte ihr Glück kaum fassen, denn sie wurde ersucht, sich liebevoll um die Hühnerschar der Nachbarn in dieser Zeit zu kümmern. Voller Tatendrang stürzte sie sich in die Arbeit. Hühner morgens raus lassen, sie beim Verwüsten des Gartens zu beobachten, Stall sauber machen, Eier einsammeln.

Allerdings gab es einen Haken. Der Hahn der treuen Hühnergruppe war der holden Prinzessin gar nicht wohlgesonnen. Eigentlich war er niemandem wohlgesonnen. Kaum betrat man den Auslauf, nahm er seine imposanten Beine in die Hand...äh.....Flügel und rannte auf den Eindringling zu. Beim ersten Mal wusste die holde Prinzessin nichts über die Missgunst des Hahns und hatte nach dem Besuch im Auslauf lange, tiefe Striemen an den Beinen. Sie beschloss, den Hahn doof zu finden, er legte übrigens auch gar keine Eier. Mit kleinen Tricks hinderte sie ihn daran in den Stall während der Stallarbeit zu kommen. Der Hahn hasste sie dafür täglich mehr und sprang schon beim bloßen Erscheinen der holden Prinzessin wutentbrannt an den Zaun. Da die holde Prinzessin aber auch eine kleine, fiese Petze sein konnte, lag der Hahn nach der Rückkehr der edlen Nachbarschaft wohlbehalten und friedlich in der Kühltruhe. Der Nachfolger war ein Liebchen in Person.

In den Jahren darauf verlängerte sich die Urlaubszeit der edlen Nachbarschaft, denn sie waren mit der Arbeit der holden Prinzessin sehr zufrieden. Immer wehmütiger wurde sie, wenn der Termin näher rückte, an dem die Nachbarschaft zurück kehrte. Denn dann musste sie die ihr inzwischen lieb gewonnenen Hühner zurücklassen. Natürlich durfte sie jederzeit zu Besuch rüber kommen, was sie in regelmäßigen Abständen ohnehin tun musste, um den Dackelflüchtling wieder einzusammeln. In dieser Zeit schwor sie sich einen holden Prinzen zu suchen und einmal eigene Hühner zu halten, die sie nie an andere zurückgeben musste (außer der eigenen Kühltruhe vielleicht). Der Dackel lebte glücklich mit vielen Tieren (Pferde, Katzen andere Hunde, Hühner, eine Gans) in der neuen Nachbarschaft, wo er immer stets ausbüchsen konnte bis an sein Lebensende, das satte 18 Jahre betrug und so verrückt war, wie ein Dackelleben eben nur sein kann. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann lebt die holde Prinzessin heute noch und hat ihren Traum in Erfüllung gehen lassen - eigene Hühner im Garten!

Ich schließe das Buch. Elfriede, Berta & Co. hocken um mich herum und gucken mich erstaunt an. „So war das wirklich?“
Ich: „So und nicht anders!“ Elfriede: „Warum hast Du nicht schon vorher Hühner selber angeschafft?“
Ich: „Es muss immer ein guter Zeitpunkt für etwas sein. Erst habe ich ein Pferd gehabt, dann Kinder bekommen, dann Haus und Garten, dann die Idee mit den Pferden und dem Job, und dann Euch!“
Elfriede: „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt ein Ei zu legen. Wer kommt mit?“
Ich: „Frag doch mal Obi, hihihi!“

Fazit: jeder hat sein eigenes Lebensmärchen. Manche gehen in Erfüllung manche nicht! Planungen sind was für Architekten. Jetzt einen leckeren Café!

Einen schönen Tag allerseits!
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